Passanten rätseln über Gestell in Cuxhavens Innenstadt: Das steckt dahinter
Cuxhaven. Aufmerksamen Fußgängern wird in letzter Zeit eine Veränderung an einem der Parkplätze in der Rohdestraße aufgefallen sein. Den Straßenrand schmückt neuerdings ein autoförmiger Fahrradständer.
Die Anschaffung von sechs sogenannten "Car Bike Ports" der Firma Cyclehoop für je 5600 Euro hat der Stadtrat zusätzlich zu der Aufstellung weiterer Fahrradbügel beschlossen. Diese werden nun probeweise unter anderem in der Rohdestraße, Strandhausstraße und der Rathausstraße platziert. Sollten sich die Fahrradständer an den geplanten Standorten nicht bewähren, soll über einen alternativen Einsatz entschieden werden, heißt es in dem Beschluss des Stadtrates. Wenn die Abstellmöglichkeiten gut angenommen werden, sind weitere Anschaffungen möglich.
Platz für 10 Fahrräder
Der Vorteil liege laut der Stadt darin, dass die Fahrradständer je nach Bedarf den Standort wechseln können. Ein "Car Bike Port" bietet Platz für zehn Fahrräder und passt mit einer Länge von 4,10 Metern in jede Parklücke. Laut Hersteller kann im Verkehr umweltfreundlicher agiert werden, da mehr Abstellmöglichkeiten für alternative Transportmittel gegeben sind.
NPorts und Deichverband lehnen ab
Weitere Standorte wurden ursprünglich in Betracht gezogen, ließen sich aber letztendlich aus verschiedenen Gründen nicht realisieren. Es wurden zum Beispiel Standorte im Hafengebiet vorgeschlagen, diese sind jedoch Eigentum von Niedersachsen Ports (NPorts). Eine Anfrage zur Nutzung der Flächen wurde abgelehnt, da es sich hierbei überwiegend um vermietete Hafenbetriebsflächen handelte.
Ein Vorschlag für einen "Car Bike Port" auf dem Parkstreifen hat der Deichverband außerdem aus deichschutzrechtlichen Gründen abgelehnt. Alternativ könnten zwischen der Straße "Deichtrift" und der Sporthalle Wichernschule Fahrradbügel aufgestellt werden. Anschaffung und Unterhalt würden in den Händen der Stadt liegen. Aus Platzgründen wäre hier kein "Car Bike Port" vorgesehen.
Von Felix Kück