Verschleiert Schnee, Regen oder Nebel die Sicht, muss das Abblendlicht eingeschaltet sein. Foto: dpa/Philipp Schulze
Verschleiert Schnee, Regen oder Nebel die Sicht, muss das Abblendlicht eingeschaltet sein. Foto: dpa/Philipp Schulze
"Erhebliches Risiko"

Abblendlicht nutzen: So vermeiden Autofahrer im Kreis Cuxhaven Unfälle im Schnee

von Denice May | 08.01.2026

Bei schlechten Witterungsbedingungen sind viele Autofahrer im Kreis Cuxhaven gefährlich unterwegs. Die automatische Lichtsteuerung täuscht, denn oft bleibt das Abblendlicht aus und Rücklichter fehlen. Die Polizei warnt eindringlich vor diesem Risiko.

Dichter Schneefall, grauer Himmel und eingeschränkte Sicht bestimmen derzeit den Alltag auf den Straßen im Kreis Cuxhaven. Gerade bei diesen winterlichen Bedingungen ist gute Sichtbarkeit entscheidend. Doch genau daran hapert es aktuell häufiger - denn viele Autofahrerinnen und Autofahrer sind bei Schnee, Nebel oder Dämmerung nur mit Tagfahrlicht unterwegs. Und das ist nach Einschätzung der Polizei gefährlich und führt immer wieder zu riskanten Situationen.

Der Grund liegt oft im Komfort moderner Fahrzeuge. Viele Autofahrer lassen den Lichtschalter dauerhaft auf "Auto" stehen. Doch diese automatische Lichtsteuerung erkennt vor allem den Unterschied zwischen hell und dunkel. Schneefall, Regen oder Nebel werden dagegen oft nicht als Grund erkannt, das Abblendlicht einzuschalten. Die Folge: Das Fahrzeug fährt mit Tagfahrlicht. Bei vielen Modellen bleiben dabei sogar die Rücklichter ausgeschaltet. "Das sehen wir im Alltag leider immer wieder", sagt Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven. Gerade bei den aktuellen Schneefällen falle auf, dass Fahrzeuge deutlich schlechter sichtbar seien, insbesondere von hinten.

Abblendlicht anschalten: Auch immer dann, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern

Dabei sind die gesetzlichen Vorgaben klar: Paragraf 17 der Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Autofahrer nicht nur bei Dunkelheit und Dämmerung mit Abblendlicht fahren müssen, sondern auch immer dann, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern - etwa bei Schnee, Regen oder Nebel, selbst am Tag. 

Dass Verstöße dagegen keine Seltenheit sind, bestätigt Stephan Hertz. Der Pressesprecher weiß, dass im täglichen Streifendienst immer wieder Fahrzeuge auffallen, deren Beleuchtung bei schlechten Sichtverhältnissen nicht eingeschaltet ist: "Solche Fälle werden regelmäßig festgestellt." Bei Kontrollen können die Beamten die Fahrzeuge anhalten - je nach Situation drohen auch Verwarngelder.

Schlechte Sichtbarkeit kann ein erhebliches Risiko darstellen

Aus Sicht der Polizei geht von Fahrzeugen, die bei Schnee oder Nebel nur mit Tagfahrlicht unterwegs sind, ein erhöhtes Unfallrisiko aus. "Die schlechte Sichtbarkeit kann ein erhebliches Risiko darstellen", erklärt Stephan Hertz. Besonders gefährlich sei, dass die rückwärtige Beleuchtung häufig komplett fehle. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer erkennen das Fahrzeug dann deutlich später - ein Umstand, der gerade bei winterlichen Straßenverhältnissen fatale Folgen haben kann.

Polizei empfiehlt grundsätzlich das Fahren mit eingeschaltetem Licht

Angesichts der aktuellen Schneefälle appelliert die Polizei Cuxhaven daher eindringlich an alle Autofahrer, ihre Beleuchtung bewusst zu überprüfen. Die automatische Lichtfunktion sei eine Hilfe, ersetze aber nicht die Aufmerksamkeit des Fahrers. Bei Schnee, Nebel, Regen oder in der Dämmerung sollte das Abblendlicht manuell eingeschaltet werden. "Auch wenn es nicht in jeder Situation ausdrücklich vorgeschrieben ist, empfehlen wir aus polizeilicher Sicht grundsätzlich das Fahren mit eingeschaltetem Licht", so Sprecher Stephan Hertz. Eine bessere Sichtbarkeit erhöhe die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und helfe, Unfälle zu vermeiden.

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Denice May

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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