75-Jähriger kämpft im See in Balje ums Überleben: Helfer springen sofort ins Wasser
Ein 75-jähriger Mann kämpfte im See in Balje (Kreis Stade) ums Überleben, als couragierte Helfer ihn vor dem Ertrinken retteten. Ein Rettungshubschrauber brachte den weiterhin in kritischem Zustand befindlichen Senior ins Krankenhaus.
Beinahe ertrunken wäre ein 75-jähriger Mann im See in Balje. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Am Sonntag (21. Juni 2026) gegen 18.20 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem See in Balje alarmiert. Gemeldet wurde ein Ertrinkungsnotfall.
Dem aktuellen Stand der Ermittlungen zufolge befand sich ein 75-jähriger Freiburger mit seiner Partnerin zum Schwimmen in dem See, als der Senior plötzlich in Not geriet und zu ertrinken drohte. Das teilt Matthias Bekermann, Sprecher der Polizeiinspektion Stade, mit. Seine Partnerin sei dem Mann zu Hilfe gekommen und habe Passanten auf die Notlage aufmerksam gemacht.
Zwei Männer im Alter von 47 und 49 Jahren hätten die lebensbedrohliche Situation entdeckt. Sie seien sofort ins Wasser gesprungen und den 75-Jährigen an Land geholt.
Die beiden Helfer hätten bei dem Senior keinen Puls feststellen können. Deshalb begannen sie umgehend mit der Reanimation. Ein weiterer Mann wählte den Notruf und stellte sich zur Einweisung der Rettungskräfte bereit. Feuerwehr, Rettungsdienst und ein Notarzt übernahmen kurz darauf die professionelle Reanimation des Verunfallten.
Notfall in Balje: Rettungshubschrauber im Einsatz
Ein hinzualarmierter Rettungshubschrauber brachte den Mann, der weiterhin reanimiert werden musste, in ein Hamburger Krankenhaus. "Mutmaßlich hatte der 75-Jährige im Wasser ein medizinisches Problem bekommen und war dadurch in Ertrinkungsnot geraten", teilt der Polizeisprecher mit.
Am vergangenen Wochenende haben die Lebensretter von der DLRG allein von Freitag (19. Juni 2026) bis Sonntag (21. Juni 2026) deutschlandweit bisher sechs tödliche Badeunfälle erfasst. "Die Befürchtung, dass es wieder zu vielen tödlichen Unfällen kommt, hat sich leider bestätigt", sagte ein DLRG-Sprecher. Weitere Fälle könnten noch nachgemeldet werden.
Ums Leben kamen den DLRG-Angaben zufolge überwiegend junge Männer: ein 22-Jähriger im Tegernsee und ein 24-Jähriger in einem See im Landkreis Coburg in Bayern, ein 16-Jähriger im Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen und ein 53-Jähriger in einem Baggersee in Kleve in Nordrhein-Westfalen, ein 23-Jähriger im Epplesee in Baden-Württemberg sowie ein 29-Jähriger im Wandlitzsee in Brandenburg.
Schon am Donnerstag drei tödlich Verunglückte
Hinzu kommen mehrere Vermisste. So wurde nach drei Männern, die im hessischen Biblis im Rhein gebadet hatten, gesucht. Im rheinland-pfälzischen Altrip wurde ein Schwimmer, der in einem Weiher unterging, vermisst.
Bereits am Donnerstag waren den Erkenntnissen der DLRG zufolge drei Menschen tödlich verunglückt: Demnach wurde ein 61-Jähriger tot aus dem Großen Zernsee bei Potsdam geborgen, ein 76-Jähriger starb im Tinninger See in Bayern und ein 56-Jähriger in der Kiesgrube Roßla in Sachsen-Anhalt. Die DLRG erfasst auch Fälle, bei denen sie nicht selbst im Einsatz war.
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