Am Jachthafen in Neuhaus treffen sich die Feuerwehrleute und beginnen mit der Suche. Im Einsatz sind die Feuerwehren Neuhaus (v.l.), Osten und Oberndorf mit ihren Booten. Foto: Feuerwehr
Am Jachthafen in Neuhaus treffen sich die Feuerwehrleute und beginnen mit der Suche. Im Einsatz sind die Feuerwehren Neuhaus (v.l.), Osten und Oberndorf mit ihren Booten. Foto: Feuerwehr
Einsatzkräfte aus Hadeln dabei

"Außergewöhnlicher Hinweis": Suche nach Arian aus Bremervörde rund um Schwebefähre

von Redaktion | 08.05.2024

Einsatzkräfte waren am Dienstag im Oste-Bereich unterwegs. Im Mittelpunkt stand die Suche nach Arian (6) aus Bremervörde, der seit zwei Wochen vermisst wird. Bis Oberndorf suchten die Einsatzkräfte. Vorangegangen war ein "außergewöhnlicher Hinweis".

Auch diese Aktion blieb ohne Erfolg. Seit inzwischen über zwei Wochen wird der sechsjährige Arian aus dem Bremervörder Ortsteil Elm vermisst. Inzwischen hat die Polizei die aktive Suche rund um den Wohnort des Jungen eingestellt. Am Dienstag gab es einen neuen Hinweis - und die Spur führte zur Schwebefähre nach Osten und Hemmoor. Die Polizei startete daraufhin knapp 50 Kilometer entfernt von Bremervörde eine neue Aktion.

Hat eine Frau aus Süddeutschland Arian im Livestream gesehen?

Am Dienstagnachmittag ging ein laut Polizei "außergewöhnlicher Hinweis" ein: "Eine Frau aus Süddeutschland habe sich im Internet den Livestream einer Webcam, die die Oste in Höhe der Schwebefähre Osten-Hemmoor zeigt, angeschaut", teilt Heiner van der Werp, Pressesprecher der Polizeiinspektion Rotenburg mit. "Dabei habe sie einen Gegenstand im Wasser treiben sehen und sofort die Polizei darüber informiert."

Einsatzkräfte aus Osten, Neuhaus und Oberndorf beteiligen sich

Die "Ermittlungsgruppe Arian" der Polizeiinspektion Rotenburg schaltete umgehend die Polizei aus Hemmoor ein, um die Mitteilung sofort zu überprüfen. Zudem suchten die Feuerwehren aus Osten, Neuhaus und Oberndorf das Gewässer ab. Auch mehrere Boote waren im Einsatz, suchten bei Niedrigwasser insbesondere den Uferbereich stundenlang ab. Die Polizei setzte für ihre Suche zunächst eine Drohne ein, später auch einen speziellen Suchhund und einen Polizeihubschrauber, der die Oste von Bremervörde bis zur Ostemündung in die Elbe abflog.

Die Polizei sucht weiter nach dem sechsjährigen Arian. Foto: Polizei

Doch die Suche am Fluss Oste im Bereich zwischen Oberndorf (Landkreis Cuxhaven) und der Ostemündung in die Elbe (Landkreis Stade) blieb einmal mehr erfolglos: Ein Team der Ermittlungsgruppe teilte am Abend vom Einsatzort mit, "dass sich der Hinweis nicht bestätigt hat", so Polizeisprecher van der Werp: "Bislang ist unklar, um welchen Gegenstand es sich auf der Übertragung der Webcam gehandelt haben könnte." Dennoch habe die Hinweisgeberin seinen Angaben zufolge absolut richtig gehandelt: "Die Frau hat gut reagiert: Sie hat sich direkt an die Polizei gewandt", lobt der Polizeisprecher.

Aktive Suche nach Arian (6) aus Bremervörde ist eingestellt

Nach einer groß angelegten Suche in den ersten Tagen nach Verschwinden des autistischen Jungen am Abend des 22. April stellte die Polizei die aktive Suche Ende April ein. Eine Gruppe aus fünf Ermittlerinnen und Ermittlern bearbeitet den Fall weiterhin und geht Hinweisen nach. Seitdem sucht die Polizei nur noch anlassbezogen. Die Ermittler gehen weiter davon aus, dass Arian von seinem Zuhause in Elm zur Oste gelaufen sein könnte und dabei auch ein Waldstück passiert hat. Möglich ist, dass der Junge in den Fluss fiel und die Oste hinab trieb.

Die Feuerwehren aus Neuhaus, Osten und Oberndorf begannen ihre Suche gegen 17 Uhr mit den Booten am Jachthafen in Neuhaus. Sie stellten die Suche gegen 22 Uhr ein. Mit Verweis auf die Polizeiarbeit wollten sich die Einsatzkräfte nicht zum Einsatz äußern.

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