Ein Jahr mit vielen Herausforderungen: So lief 2025 für die Volksbank Stade-Cuxhaven
Auch in Krisenzeiten erfolgreich sein. Die Volksbank Stade-Cuxhaven präsentierte kürzlich die Zahlen des vergangenen Jahres. Entgegen dem Bundestrend mit einem überraschenden Ergebnis.
Die Volksbank Stade-Cuxhaven kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen setzte das Institut seinen Wachstumskurs fort - und erzielte das beste Betriebsergebnis der zurückliegenden zehn Jahre. Dem Vorstand war die Freude darüber deutlich anzusehen. "Die Planungen wurden deutlich übertroffen", sagte Vorstand Daniel Hollung.
Das wirtschaftliche Umfeld blieb schwierig: Anhaltende konjunkturelle Schwäche in Deutschland und geopolitische Unsicherheiten prägten das Jahr. Die Spannungen im Nahen Osten sowie gestiegene Energiepreise belasteten Unternehmen und private Haushalte gleichermaßen. Sie verstärkten den Inflationsdruck und bremsten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.
In Cuxhaven zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. "Hier koppeln wir uns ein Stück weit von den Entwicklungen im Rest der Republik ab", sagte der Cuxhavener Geschäftsstellenleiter Mario Sonzin. Treiber dieser Entwicklung seien insbesondere der Ausbau des Hafens, Investitionen in erneuerbare Energien und der Tourismus - eine stabile Grundlage für das Kreditgeschäft. All das spiegelt sich auch in den Zahlen wider.
Die Bilanzsumme stieg um 3,2 Prozent auf 1,992 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen erhöhte sich deutlich um 5,8 Prozent auf 4,14 Milliarden Euro. Das Jahr 2025 war für die gesamte Finanzbranche von einem Spannungsfeld geprägt, heißt es. "Umso mehr freut es uns, dass wir unseren Wachstumskurs fortsetzen konnten", erklärt Vorstand Ulrich Sievert.
Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Ertragslage: Die Volksbank Stade-Cuxhaven eG konnte ihre Ertragskraft im vergangenen Jahr weiter stärken. Der Zinsüberschuss erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 36,8 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss wuchs um rund zehn Prozent auf 12 Millionen Euro - insbesondere durch ein starkes Wertpapiergeschäft.
"Die Zinswende hat uns im klassischen Kredit- und Einlagengeschäft Rückenwind gegeben. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung im Wertpapierbereich, dass unsere Kunden verstärkt auf diversifizierte Anlagelösungen setzen", so Hollung.
Die hohen Baukosten bremsen Neubaugeschäft
Die Bau- und Immobilienmärkte standen auch 2025 unter Druck. Hohe Baukosten, Energiekrisen und Unsicherheiten hinsichtlich Förderbedingungen wirkten sich negativ auf den Bereich Neubau aus. Die Baukosten pro Quadratmeter sind explodiert. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach Bestandsimmobilien und energetischen Sanierungen stabil.
Parallel dazu investiert die Bank in ihre Zukunft: Die Zahl der Mitarbeitenden wuchs innerhalb eines Jahres von 252 auf 271 Personen. "Mit 22 Auszubildenden und dual Studierenden wird gleichzeitig in die Zukunft investiert, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken", sagt Sievert.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt aus Sicht der Bank der direkte Kontakt zu den Kunden. Darauf weist auch Ulrike Butt, Marktbereichsleitung Mitte, hin: "Es ist der Kontakt zwischen uns und dem Kunden. Dieser basiert auf Vertrauen und Verlässlichkeit. Gerade in schwierigen Zeiten ist die Rolle als Begleiter und Berater wichtig."
Auch gesellschaftlich engagiert sich das Institut weiterhin in der Region: Über 200.000 Euro flossen im vergangenen Jahr in soziale, kulturelle und gemeinnützige Projekte - insbesondere zur Unterstützung von Vereinen und Einrichtungen.
Zum Jahresende steht zudem ein personeller Wechsel an: Mario Sonzin geht in den Ruhestand. "Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge doch hier ist alles in guten Händen", sagte er. Als Nachfolger ist Dino Zdahl-Kaiser vorgesehen.