Bahnstrecke Bremen-Bremerhaven wird saniert: Folgen für den Kreis Cuxhaven noch offen
Die Bahnstrecke Bremen-Bremerhaven wird 2027 monatelang zur Großbaustelle. Während die Deutsche Bahn den Güterverkehr über Ausweichrouten absichern will, ist weiterhin unklar, welche Folgen die Sanierung für Reisende im Kreis Cuxhaven haben wird.
Die Deutsche Bahn will die Bahnstrecke zwischen Bremen und Bremerhaven in der zweiten Jahreshälfte 2027 umfassend sanieren. Auf dem rund 74 Kilometer langen Korridor sollen unter anderem Gleise, Oberleitungen, Stellwerke und Verkehrsstationen erneuert werden. Die Hauptarbeiten sind nach Angaben der Bahn vom 9. Juli bis zum 11. Dezember 2027 geplant.
Die Strecke gilt als eine der wichtigsten Schienenverbindungen für den Güterverkehr von und zum Hafen Bremerhaven. Nach Angaben der Deutschen Bahn verkehren dort derzeit täglich rund 100 Güterzüge. Eine durchgehende Vollsperrung soll es während der Bauarbeiten nicht geben. Während der Generalsanierung soll die Strecke werktags überwiegend mit Einschränkungen befahrbar bleiben. Geplant sind zwei mehrmonatige Bauphasen mit eingleisiger Streckenführung sowie regelmäßige Totalsperrungen an den Wochenenden.
Großbaustelle auf wichtiger Güterverkehrsachse
Aus Planungsunterlagen der Bahn geht hervor, dass für die Bauzeit verschiedene Umleitungs- und Ausweichrouten untersucht wurden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die EVB-Strecke über Bremervörde, die insbesondere für den Güterverkehr als Ausweichroute vorgesehen ist. Auf Übersichtskarten der Bahn tauchen zudem Strecken im Elbe-Weser-Raum und im Kreis Cuxhaven als geprüfte Alternativrouten auf. Welche konkrete Bedeutung die Kennzeichnung als "geprüfte Umleitungsstrecke" hat und ob diese Trassen im Bedarfsfall tatsächlich genutzt werden sollen, bleibt jedoch unklar. Auf Nachfrage von CNV-Medien macht die Deutsche Bahn hierzu bislang keine näheren Angaben.

Folgen für Fahrgäste bleiben vorerst offen
Welche Folgen die Großbaustelle für Fahrgäste und Pendler im Elbe-Weser-Raum haben wird, ist derzeit noch offen. Die der Redaktion vorliegenden Unterlagen befassen sich vor allem mit der Aufrechterhaltung des Schienengüterverkehrs und der Anbindung des Hafens Bremerhaven während der Bauphase. Im Mittelpunkt stehen mögliche Umleitungsrouten, Trassenkapazitäten und betriebliche Abläufe.
Konkrete Aussagen zu Auswirkungen auf den Regionalverkehr - etwa auf die Verbindungen zwischen Cuxhaven und Hamburg oder zwischen Cuxhaven und Bremerhaven - finden sich darin nicht. Auf Anfrage von CNV-Medien macht die Deutsche Bahn hierzu bislang keine näheren Angaben. Eine Sprecherin erklärt, dass das Verkehrskonzept zunächst mit den Aufgabenträgern und Eisenbahnverkehrsunternehmen abgestimmt werden müsse. Erst danach seien belastbare Aussagen zu möglichen Auswirkungen auf den Personenverkehr möglich.
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