Von links nach rechts: Axel Miesner (Mitglied des Niedersächsischen Landtags), Klaus Deitermann (Programmdirektor Tennet Nord), Dominik Vinbruck (Dezernent für Ordnung, Bauen und Umwelt des Landkreises Osterholz), Till Klages (Tennet-Gesamtprojektleiter der Elbe-Weser-Leitung), Thorsten Krüger (Landrat des Landkreises Cuxhaven) und Andreas Wittenberg (Bürgermeister von Hagen im Bremischen).
Von links nach rechts: Axel Miesner (Mitglied des Niedersächsischen Landtags), Klaus Deitermann (Programmdirektor Tennet Nord), Dominik Vinbruck (Dezernent für Ordnung, Bauen und Umwelt des Landkreises Osterholz), Till Klages (Tennet-Gesamtprojektleiter der Elbe-Weser-Leitung), Thorsten Krüger (Landrat des Landkreises Cuxhaven) und Andreas Wittenberg (Bürgermeister von Hagen im Bremischen).
Doppelte Stromkapazität

Baustart für die Elbe-Weser-Leitung: Neues Energieprojekt im Norden beginnt

von Redaktion | 06.12.2025

Mit dem Baustart der neuen Elbe-Weser-Leitung will Tennet die Energiewende im Norden voranbringen: Die rund 100 Kilometer lange Trasse zwischen Dollern und Elsfleth soll bis 2031 doppelt so viel Strom übertragen können wie die alte Leitung.

Mit einem symbolischen Spatenstich haben nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Tennet die Bauarbeiten für die neue Elbe-Weser-Leitung begonnen. Vertreterinnen und Vertreter des Unternehmens gaben zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Axel Miesner, dem Landrat des Landkreises Cuxhaven, Thorsten Krüger, dem Dezernenten für Ordnung, Bauen und Umwelt des Landkreises Osterholz, Dominik Vinbruck, sowie dem Bürgermeister von Hagen im Bremischen, Andreas Wittenberg, offiziell den Startschuss für das Großprojekt.

Zentraler Baustein der Energiewende in Norddeutschland

Die rund 100 Kilometer lange Freileitung zwischen Dollern und Elsfleth ist nach Tennet-Angaben ein zentraler Baustein der Energiewende in Norddeutschland. Über sie soll künftig deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien, insbesondere aus Windkraft, abtransportiert und in andere Regionen Deutschlands weitergeleitet werden können.

Drei Leitungsabschnitte und neues Umspannwerk

Wie Tennet mitteilt, gliedert sich die Elbe-Weser-Leitung in drei Abschnitte:

  • Der erste, etwa 11 Kilometer lange Teil verläuft von Elsfleth/West nach Neuenkirchen/Schwanewede. Dort errichtet der Netzbetreiber ein neues Umspannwerk.
  • Daran schließt sich ein 56 Kilometer langer Abschnitt bis Alfstedt an.
  • Der dritte Abschnitt führt von Alfstedt nach Dollern und misst rund 32 Kilometer.

Vorzeitiger Baubeginn als besonderer Erfolg

Grundlage für den jetzt erfolgten Spatenstich ist laut Tennet die Genehmigung eines vorzeitigen Baubeginns im zweiten Abschnitt zwischen Schwanewede und Hagen im Bremischen. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um einen für Infrastrukturprojekte in dieser Größenordnung selten erreichten Erfolg in Niedersachsen, der die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten unterstreiche.

Für den vorzeitigen Baubeginn hat Tennet ein spezielles Antragsverfahren durchlaufen und sämtliche gesetzlichen Vorgaben erfüllt. Die Bauarbeiten können damit in ausgewählten Bereichen bereits vor Abschluss des gesamten Genehmigungsverfahrens starten. Wie der Netzbetreiber betont, liegen in diesen Bereichen die Zustimmungen der betroffenen Eigentümer bereits vor. So sollen potenzielle Zeitverluste vermieden und der Zeitplan für die Inbetriebnahme der Leitung gesichert werden.

Netz stößt an Grenzen des Windstrom-Zuwachses

Hintergrund des Projekts ist nach Informationen von Tennet, dass die bestehenden Stromleitungen den starken Zuwachs an Windstrom aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein nicht mehr bewältigen können. Um überschüssige Energie sicher und zuverlässig in andere Regionen Deutschlands zu transportieren, sei eine Verstärkung des Höchstspannungsnetzes notwendig.

Inbetriebnahme bis 2031

Tennet erfüllt nach eigener Darstellung mit der Elbe-Weser-Leitung einen gesetzlichen Auftrag und setzt diesen im Rahmen eines Ersatzneubaus der bestehenden 380-Kilovolt-Leitung zwischen Dollern und Elsfleth/West um. Mit der neuen Trasse wird die Stromtragfähigkeit laut Unternehmen von bislang 2200 auf 4000 Ampere erhöht - die neue Leitung kann damit etwa doppelt so viel Strom transportieren wie die alte. Die bislang bestehende Leitung wird im Zuge des Projekts vollständig zurückgebaut. Die Gesamtinbetriebnahme der neuen Elbe-Weser-Leitung ist nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers für das Jahr 2031 vorgesehen.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Redaktion
Redaktion

Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung
Tel.: 04721 585 360

redaktion@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Super-Junior-Forscher

"Nehmt euer Leben in eure Hand"- Schüler im Kreis Cuxhaven für Arbeiten ausgezeichnet

von Märthe Werder

In Otterndorf wurden junge Talente bei der Preisverleihung "Cuxhaven sucht Super-Junior-Forscher" für ihre Projekte in den Mint-Fächern geehrt. Die Veranstaltung des Rotary Club mit der Leonhardt-Stiftung fördert Schülerinnen und Schüler.

Keine Verletzten

Brand an Sporthalle der Oberschule Bederkesa: Landkreis Cuxhaven nennt die Ursache

Ein Feuer in der Sporthalle der Oberschule Bederkesa hätte schlimme Folgen haben können, doch dank schneller Reaktionen blieb der Schaden minimal. Nun gibt es Neuigkeiten zur Brandursache.

Einsatz im Kreis Cuxhaven

Medikamente manipuliert? Mann aus Geestland unter Mordversuch-Verdacht

von Redaktion

Ein Polizeieinsatz mit Folgen in Geestland (Kreis Cuxhaven): Ein Mann steht unter Verdacht, seine Ehefrau töten zu wollen. Ermittlungen ergaben, dass er Medikamente manipuliert haben soll. Die Justiz ermittelt.

Private Paradiese

Offene Gartenpforte im Kreis Cuxhaven: Diese grünen Oasen begeisterten die Besucher

von Christian Mangels

Blühende Bauerngärten, weitläufige Parkanlagen und versteckte Gartenjuwelen hinter alten Mauern: Bei der "Offenen Gartenpforte" lassen sich kleine Paradiese entdecken. Der Auftakt am Sonnabend stand jedoch unter keinem guten Wetterstern.