Aufgrund des ab Mittwochs angekündigten Bahnstreiks wird der Zugverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Hamburg nur mit großen Einschränkungen aufrecht erhalten werden können. Foto: Koppe
Aufgrund des ab Mittwochs angekündigten Bahnstreiks wird der Zugverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Cuxhaven und Hamburg nur mit großen Einschränkungen aufrecht erhalten werden können. Foto: Koppe
Bahnstreik

Bahnstreik ab Mittwoch: Darauf müssen sich Bahnreisende im Kreis Cuxhaven einstellen

von Kai Koppe | 09.01.2024

Wenig bis gar nichts mehr dürfte am morgigen Mittwoch und den nächsten beiden Tagen im Streckennetz der Deutschen Bahn gehen. Grund ist ein Streik, zu dem die Lokführergewerkschaft GDL aufruft. Betroffen ist auch der Zugverkehr im Cuxland.

Eine Arbeitszeitverkürzung und mehr Lohn verlangt die GDL für ihre Mitglieder. Nachdem Verhandlungen mit der Deutschen Bahn gescheitert sind, hat die Lokführergewerkschaft GDL für Mittwoch,10. Januar, 2 Uhr, bis Freitag,12. Januar, 18 Uhr, zum Arbeitskampf aufgerufen. In diesem Zeitraum dürfte es auch im örtlichen Schienennahverkehr zu erheblichen Behinderungen, beziehungsweise zu Zugausfällen kommen.

Cuxhaven-Bremerhaven-Buxtehude: EVB wird nicht bestreikt

Was Pendlern und Bahnreisenden "blüht", die ab Mittwoch mit Zügen der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH unterwegs sind, ist nach den Worten von EVB-Sprecherin Andrea Stein zur Stunde noch nicht ganz genau abzuschätzen. Definitiv könne man allerdings sagen, dass die EVB nicht bestreikt werde: "Alles, was zwischen Buxtehude und Sellstedt unterwegs ist, verkehrt planmäßig", lautet die positive Nachricht für Nahverkehrskunden. "Sobald wir mit unseren Zügen auf DB-Gebiet kommen, wissen wir allerdings nicht, was passiert", schränkte Stein ein. Die Erfahrung vergangener Streikwellen lehre nämlich, dass es im Bereich des Denkbaren liegt, dass Stellwerke mit in der GDL organisierten Fahrdienstleitern besetzt sind. In solchen Abschnitten könnte der Zugverkehr ebenfalls zum Erliegen kommen.

Bahnverkehr "massiv beeinträchtigt": Seit Wochenbeginn weist das Unternehmen Start Unterelbe auf Bahnsteigen auf die zu erwartenden Zugausfälle hin. Foto: Koppe

Cuxhaven-Hamburg: Einschränkungen auch bei Start Unterelbe

Die DB Regio-Tochter Start Unterelbe hat über Durchsagen auf Bahnhöfen und in den auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Hamburg verkehrenden Nahverkehrszügen bereits ab Wochenbeginn auf die Auswirkungen des GDL-Streiks hingewiesen: Zu erwarten sei, dass der Zugverkehr "massiv beeinträchtigt" werde, hieß es auch im Lauftext der elektronischen Fahrgastinformationen auf den Bahnsteigen.

Zwar hat die Deutsche Bahn für die Dauer des vorerst bis Freitagabend terminierten Streiks der Lokführergewerkschaft einen Notfahrplan aufgelegt. Dieser sieht laut Start Unterelbe aber nur ein sehr begrenztes Zugangebot vor - auch im Nahverkehr.

Die Züge verkehren vereinzelt. Es fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen vsl. im Zweistundentakt zwischen Stade und Cuxhaven. Bitte beachtet, dass hier nur begrenzte Bus-Kapazitäten zur Verfügung stehen. Des Weiteren kann es bei den Ersatzverkehren mit Bussen zu Beeinträchtigungen aufgrund der Bauern-Proteste kommen.

Start Unterelbe appelliert an Fahrgäste: "Reise verschieben"

"Bitte seht von nicht notwendigen Reisen während des GDL-Streiks ab und verschiebt Eure Reise auf einen anderen Zeitpunkt", lautet der Appell, den die Regionalverkehrsgesellschaft aktuell an ihre Fahrgäste richtet.

Am Dienstagnachmittag veröffentlichte Start Unterelbe den Fahrplan für den Ersatzverkehr mit Bussen. Zugleich betonte die Verkehrsgesellschaft aber, dass es "hier jedoch derzeit zu Beeinträchtigungen aufgrund der Bauern-Proteste kommen" könne.

Im Internet veröffentlicht Start Unterelbe einen Plan für den Ersatzverkehr mit dem Bus. Enthalten sind einzelne Zugleistungen mit Halt an allen Unterwegshalten für Mittwoch, 10. Januar 2024. Quelle: Start Unterelbe

Zudem weist Start Unterelbe darauf hin, dass auch das Mindestfahrplanangebot von weiteren Streik-Maßnahmen, wie beispielsweise auf einem Stellwerk, betroffen sein könne. Die Verkehrsgesellschaft will informieren, "sobald uns weitere Informationen vorliegen".

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Kai Koppe

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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