Gemeinsame Blutspendeaktion im Kreis Cuxhaven: Warum Sondertermine so wichtig sind
Im Gebäude des Landkreises Cuxhaven wurde eine Blutspendeaktion für Mitarbeitende verschiedener Cuxhavener Behörden und Institutionen veranstaltet. Pascal Comte, Koordinator des DRK-Blutspendedienstes, betonte, wie wichtig solche Sondertermine sind.
Am Donnerstag wurde im Gebäude des Landkreises in Cuxhaven eine gemeinsame Blutspendeaktion für Mitarbeitende verschiedener Cuxhavener Behörden und Institutionen veranstaltet. Auch die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens kam zum Aderlass. Insgesamt spendeten rund 180 Personen Blut.
Die Idee für die gemeinsame Blutspendeaktion des Landkreises, des Havariekommandos, der Stadtsparkasse und der Stadt Cuxhaven, kam aus der Mitarbeiterschaft der Polizei. Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, wendete sich daraufhin an das Rote Kreuz, um das Vorhaben zu realisieren.
Über 30 Erstspender
Die Organisation seitens des DRK übernahm Pascal Comte. Er ist der Koordinator des DRK-Blutspendedienstes im Elbe-Weser-Dreieck. Das Ziel des gebürtigen Schweizers ist es, die Zahl der Spender in die Höhe zu treiben. Als Gebietsreferent für den Blutspendedienst NSTOB des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betreut er rund 120 DRK-Ortsvereine, Feuerwehren und Sportvereine.
In Niedersachsen werden täglich rund 2400 Blutkonserven benötigt
Die Aktion beim Landkreis hat in dieser Form zum ersten Mal stattgefunden. "Wir hoffen aber, dass wir diese Veranstaltung zukünftig mindestens einmal im Jahr wiederholen können", erzählt Comte und ergänzt: "Auch im Südkreis soll eine ähnliche Aktion stattfinden." Dass es solche Sondertermine zum Blutspenden gibt, ist von großer Bedeutung, denn allein in Niedersachsen würden täglich rund 2400 Blutkonserven benötigt - bundesweit sind es 15000. "Um genug Konserven zu haben, ist es wichtig, dass mehr Möglichkeiten zum Spenden geschaffen werden. Allein heute hatten wir rund 180 Anmeldungen. Damit sind wir mehr als zufrieden", freute sich Comte. "Es waren auch über 30 Erstspender dabei, das ist besonders schön", ergänzte Stephan Hertz.
Zu wenig Spendetermine
Nach Informationen des DRK-Blutspendedienstes würden rund 94 Prozent der in Deutschland lebenden Personen Blutspenden für wichtig halten. Davon könnten sich rund 60 Prozent vorstellen, selber zu spenden. Das Problem: "Lediglich vier Prozent spenden tatsächlich regelmäßig Blut", erklärte Comte.
Um mehr Menschen zu motivieren, ein paar Mal im Jahr zur Blutspende zu gehen, muss es auch mehr Möglichkeiten dafür geben, so der Gebietsreferent und betont, dass eine Spende eigentlich ganz einfach sei.
Kann ich Blut spenden?
Für eine Blutspende bedarf es nicht viel, im Wesentlichen nur etwa 45 bis 60 Minuten Zeit. Die reine Blutentnahme dauert rund zehn Minuten. Dabei werden 500 Milliliter Blut sowie eine Probe für die Untersuchung im Labor entnommen. Die restliche Zeit des Termins wird für Anmeldung, Ausfüllen des Spendefragebogens, das vertrauliche Arztgespräch und die Ruhepause im Anschluss an die Spende benötigt.
Blut spenden kann: Wer gesund ist und wenn nach dem Ausfüllen des medizinischen Fragebogens sowie bei der Untersuchung des Arztes beim Blutspendetermin vor Ort keine Gründe für einen Ausschluss festgestellt werden. Darüber hinaus muss man als Spender zwischen 18 und 65 Jahre alt sein und mindestens 50 Kilogramm wiegen.