Kik schließt 150 Filialen in Deutschland: Was bedeutet das für den Kreis Cuxhaven?
Der Textil- und Non-Food-Discounter Kik hat angekündigt, in diesem Jahr zahlreiche Filialen im In- und Ausland zu schließen. Insgesamt 150 deutsche Filialen sollen dichtmachen. So sieht die Zukunft für Kik-Filialen in Stadt und Kreis Cuxhaven aus.
Solche Meldungen schüren Verunsicherung bei Kunden, aber ebenso bei Vermietern. Der Discounter Kik hat angekündigt, in diesem Jahr zahlreiche Filialen in ganz Europa zu schließen, und auch Standorte in Deutschland stehen vor dem Aus. Insgesamt 150 deutsche Filialen sollen dichtmachen. Nach Unternehmensauskunft ist aber ebenfalls geplant, 15 neue Geschäfte in Deutschland zu eröffnen. Eine konkrete Liste der vom Aus betroffenen Läden hat Kik bis dato allerdings nicht veröffentlicht. Auf Nachfrage von cnv-medien.de bei der Pressestelle des Discounters heißt es: "Wir bitten um Verständnis, dass wir auf Anfragen zu einzelnen Standorten nicht eingehen und keine Filialübersicht zur Verfügung stellen können."
Mitarbeitende sollen nicht betroffen sein
Aber Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen demnach von den Schließungen nicht betroffen sein. Aus der Abteilung Unternehmenskommunikation heißt es in diesem aktuellen Statement: "Im Falle von Filialschließungen werden wir die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden. Kündigungen sind nicht geplant."
Die in den Medien seit Kurzem für große Aufmerksamkeit sorgenden Pläne kommen wohl nicht aus heiterem Himmel, sondern erfolgen offenbar mit längerem Vorlauf. Kik-Beschäftigten sollen nach Informationen unseres Medienhauses die Pläne bereits seit drei Jahren bekannt sein. Schließlich befinde sich der gesamte stationäre Handel im Wandel, da sei es doch vollkommen normal, sein Filialnetz zu bereinigen, wenn Geschäfte defizitär seien, erfuhr unser Medienhaus aus sicherer Quelle.
Gute Nachrichten aus der Region
Aber was bedeutet das für die bestehenden Kik-Geschäfte in Cuxhaven mit zwei Filialen, Otterndorf, Hemmoor, Bad Bederkesa sowie Dorum? Schließlich hat Kik in dieser Region bereits vor einigen Jahren in Cadenberge die Schließung einer innerörtlichen Filiale gegeben. Zu einem dauerhaften Leerstand führte dies nicht, da die Raiffeisen Weser-Elbe die Immobilie gekauft hat und zu barrierefreien Service-Wohnungen umbauen lässt. Nach Informationen von CNV-Medien sieht die Zukunft der Kik-Häuser dieser Region gut und gesichert aus. Es sind demnach keine weiteren Schließungen von Kik-Filialen im Landkreis Cuxhaven geplant.
Kik steht kurz für "Kunde ist König"
Kik steht kurz für "Kunde ist König". Gegründet wurde es 1994 und gehört zur Tengelmann-Gruppe. Sitz ist Bönen in Nordrhein-Westfalen. Kik betreibt mehr als 4200 Filialen in 14 europäischen Ländern. Mit seinen rund 32.000 Mitarbeitern, davon 19.000 in Deutschland (Stand 2025), bietet das Unternehmen Textilien und Non-Food-Artikel zu günstigen Preisen an.
Um langfristig erfolgreich, wettbewerbsfähig und für Kundinnen und Kunden zuverlässig da zu sein, werde regelmäßig das Filialportfolio überprüft, heißt es in der bei uns eingegangenen allgemeinen Presseinformation: "So sind wir in der Vergangenheit vorgegangen und werden es auch in Zukunft tun." Deutschland sei und bleibe der wichtigste Markt. Man sei in den allermeisten Regionen und Städten vertreten. "In Summe sind wir weiterhin mit über 2200 Filialen in ganz Deutschland vertreten. Für uns und unsere Mitarbeitenden besteht damit Planungssicherheit für 2026." Im aktuellen Statement des Unternehmens heißt es: Kik bleibe deutschlandweit mit einem starken Filialnetz vertreten und werde damit weiterhin gut für die Kundschaft erreichbar bleiben.