Darum lässt "Tante Enso" in Ihlienworth wohl noch länger auf sich warten
Der geplante Bau des "Tante Enso"-Marktes in Ihlienworth wird immer mehr zur unendlichen Geschichte. Fest steht, dass das Lebensmittelgeschäft frühestens 2024 öffnet - eventuell wird aber auch daraus nichts. Woran liegt das?
Die anfängliche Euphorie über die erreichte erforderliche Zahl von 300 Teilhabern ist längst der Ernüchterung gewichen. Das Projekt scheint ins Stocken geraten zu sein. "Es handelt sich hierbei um eine privatrechtliche Sache", erklärt Ihlienworths Bürgermeister Christian Roth.
Eine Bürgerin ärgert sich bei der Sitzung des Gemeinderates Ihlienworth besonders: "Mittlerweile bin ich so weit, dass ich mein Geld zurückhaben möchte." Das gehe vielen Teilhabern so. Aber Roth bittet die Anwohner darum, ihre Anteile vorerst nicht zurückzuziehen, bis "MyEnso" endgültig abgesagt hat. Es seien zwei Vertragspartner, die sich einig werden müssten, bevor "MyEnso" mit dem Bau des "Tante Enso Ladens" beginnen könne.
Warum dauert es so lange?
"Normalerweise ziehen die Läden in Bestandsimmobilien. Das ist in Ihlienworth nicht möglich, daher muss ,MyEnso' hier ein komplett neues Gebäude errichten", berichtet Roth. Allerdings wolle der Gemeinderat das Projekt weiterhin positiv begleiten - in der Hoffnung, dass "Tante Enso" in Ihlienworth Wirklichkeit wird.
Auch Francesca Dock will die Hoffnung nicht aufgeben: "In Geestland ist der Lebensmittelmarkt in eine Bestandsimmobilie gezogen. Und dort hat es schon zwei Jahre gedauert, bis der jetzige Stand erreicht war." Daher gebe es noch keinen Grund zur Sorge, auch wenn die Errichtung des Ladens in Ihlienworth noch nicht vorangeschritten sei.
Außerdem sei dem Rat eine bessere Kommunikation seitens "MyEnso" versprochen worden, sagt Christian Roth. "Allerdings gibt es seit dem 31. Januar noch keine neuen Berichte", so der Bürgermeister. Es sei allerdings wichtig, zu sagen, dass das Grundstück nicht brach liegen bleibe, unabhängig davon, wie "MyEnso" sich schlussendlich entscheide.
Personelle Veränderungen im Rat
Auf der siebten Sitzung des Gemeinderates Ihlienworth wurde aber nicht nur über den Stand des Lebensmittelmarktes "Tante Enso" diskutiert, sondern auch ein personeller Wechsel vorgenommen.
Ab dem 1. März ist Francesca Dock die neue Gemeindedirektorin für Ihlienworth. Ebenfalls einstimmig gewählt wurde ihr Stellvertreter Olaf Johannsen. "Ich freue mich auf neue Projekte und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit", sagt Dock. Johannsen fügte hinzu: "Ich danke euch für euer Vertrauen und hoffe, dass ich dem gerecht werden kann." Die beiden bleiben voraussichtlich bis Oktober 2026 in ihren Ämtern.
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