Börde Lamstedt und Geestland wollen Lückenschluss im Radwegenetz
Lenkt die niedersächsische Landesregierung ein? Zwei Kommunen wollen mit einer gemeinsamen Resolution erreichen, dass es zwischen Bremerhaven und Wischhafen eine durchgehende Radwegverbindung gibt.
Konkret geht es um einen mehrere Kilometer langen Streckenabschnitt der Landesstraße 116 von Lintig über Moorausmoor nach Mittelstenahe. "Dieser Abschnitt verbindet wesentliche Teile des Radwegenetzes und bietet eine potenzielle durchgehende Radwegeverbindung von der Seestadt Bremerhaven bis zur Elbfähre in Wischhafen. Diese Verbindung ist für den Alltagsverkehr, den Schülerverkehr und den touristischen Radverkehr von hoher Bedeutung", heißt es in einer vom Lamstedter Samtgemeinderat verabschiedeten Resolution.
Nach ihren Gesprächen sehen die Börde und das Geestland einen "dringenden Handlungsbedarf, diesen Abschnitt mit einem straßenbegleitenden Radweg zu versehen und die Strecke zu einem wichtigen Bestandteil des regionalen Radwegenetzes zu machen, der von immenser Bedeutung, auch im Hinblick auf die Sicherheit, wäre".
Zehn Jahre ohne Radwegbau
Daher solle die Aufnahme der Strecke in den nächsten Bedarfsplan des Landes Niedersachsen für den Neu- und Ausbau von Radwegen an Landesstraßen angestrebt werden: "Die Maßnahme soll vorrangig gefördert werden, um einen bedeutenden Lückenschluss im überregionalen Radwegeverkehrsnetz zu erreichen." In den letzten zehn Jahren sei übrigens "kein einziger Radweg entlang einer Landesstraße" im Landkreis Cuxhaven ausgebaut worden.
Um das Vorhaben umzusetzen, müsste das Land nicht nur dieses Projekt in die Prioritätenliste aufnehmen, sondern natürlich auch entsprechende Finanzmittel in Millionenhöhe zur Verfügung stellen. Beide Kommunen haben für den Fall, dass dies geschieht, ihre Unterstützung zur Realisierung des Projektes zugesichert. Dabei dürfte es insbesondere um Grundstücksverhandlungen gehen.
Die Resolution an die Adresse der Landesregierung wurde vom Samtgemeinderat der Börde Lamstedt einstimmig verabschiedet. Mit einem entsprechenden Votum sei - so hieß es auf der Ratssitzung - auch in der Stadt Geestland in Kürze zu rechnen.
Steffens gehört jetzt zu den "Progressiven"
Nicht zu rechnen war jedoch damit, dass es nur wenige Monate vor der Kommunalwahl im Rat der Samtgemeinde noch zu personellen Verschiebungen kommt. Doch dafür hat die Kommunalpolitikerin Sandra Steffens gesorgt, die bislang der Bürgerliste/CDU-Gruppe angehörte. Mittlerweile hat sie das politische Lager gewechselt und sich der ursprünglich dreiköpfigen Fraktion "Die Progressiven" angeschlossen. Dadurch gibt es einzelne Neubesetzungen in den Ausschüssen.
Die wohl größte Auswirkung zeigte sich bei der Besetzung des nicht öffentlich tagenden Samtgemeindeausschusses. Dort müssen Bürgerliste und CDU einen ihrer bislang vier Sitze an die "Progressiven" abgeben. Dem einflussreichen Gremium gehören neben Samtgemeindebürgermeister Frank Springer die BL/CDU-Ratsmitglieder Axel Quast, Kerstin Tiedemann und Manfred Knust, Lars Ribler (Die Progressiven) und Grundmandatsinhaber Michael Ketelhohn ("Wir für die Börde") an.
Im 19-köpfigen Samtgemeinderat verfügen CDU und Bürgerliste trotz des Wechsels von Sandra Steffens noch über eine satte Mehrheit von zwölf Stimmen.
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