Der Tag nach Deichbrand: Wie aus Müllbergen noch etwas Gutes gewonnen werden kann
von Märthe Werder |
20.07.2026
Nach dem Deichbrand-Festival bleibt eins zurück: ganz viel Müll. Etwas Gutes daraus ziehen Helfer von Hanseatic Help: Sie sammeln Zelte, Schlafsäcke und Isomatten für Bedürftige. CNV-Medien hat sie begleitet und die Lage vor Ort festgehalten.
Vier Tage Festival mit bis zu fünf Nächten auf dem Campingplatz - das Deichbrand-Festival in Wanhöden ist am Montag (20. Juli 2026) offiziell vorbei. Wer nicht bereits am Sonntag seine Sachen gepackt hat, muss das Gelände am Montag verlassen. Doch leer bleiben die Campingplätze nicht zurück: Zelte, leere Dosen, kaputte Pavillons und mehr hinterlassen die Festivalbesucher. Bereits am frühen Morgen machen sich das die Helferinnen und Helfer von Hanseatic Help zunutze.
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Kurze Besprechung bevor die Suche nach geeigneten Zelten, Schlafsäcken und Isomatten losgeht. Foto: Werder
Acht Uhr morgens auf dem Gelände in Wanhöden: Vor dem Zelt von Hanseatic Help eine kurze Besprechung, dann geht es los. In kleinen Teams verteilen sich die Helferinnen und Helfer auf den verschiedenen Campingplätzen. Ausgestattet mit Mülltüten, Handschuhen und Regencapes machen sie sich auf die Suche. "Zelte, Schlafsäcke und Isomatten - das ist die Reihenfolge", sagt Shari zu ihrem Team.
Mit vereinten Kräften wird das Zelt zusammengefaltet. Foto: Werder
Schnell die ersten Erfolge
"Irgendwie trostlos. Eine ganz andere Atmosphäre so", beschreibt Sabine vom Lions Club Cuxhaven. Auf dem Campingplatz ist es ziemlich ruhig. Keine Musik, viele schlafen noch oder sind bereits aufgebrochen. Direkt am Eingang vom Campingplatz steht ein kleiner Wagen, gefüllt mit Pfand - Ömi bringt ihn direkt zum Lager von Hanseatic Help. "Seid vorsichtig mit gelb aussehenden Flaschen - das ist oft Pipi", warnt Sophie ihre Teamkollegen.
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Bereits nach wenigen Metern der erste Erfolg: Heile Zelte und sogar Schlafsäcke. Mit vereinten Kräften werden die Zelte zusammengelegt. Für den Transport organisieren Shari und Sophie eine Pavillon-Plane. In einige Zelte guckt Shari vorsichtig rein: Viele Camper schlafen nämlich noch. Nach den ersten Fundstücken wird sich in noch kleinere Gruppen aufgeteilt, um mehr Fläche absuchen zu können. Gut vier Stunden lang werden Helfer von Hanseatic Help auf den Campingplätzen unterwegs sein, um so viele Ein- oder Zweipersonen-Zelte sowie Schlafsäcke und Isomatten zu bekommen, wie möglich. Diese werden von Hanseatic Help gesammelt und später an Bedürftige verteilt.
Shari und Sophie haben eine Pavillon-Plane entdeckt, auf der die Fundstücke gesammelt werden können. Foto: Werder
Die Festivalbesucher hinterlassen jedoch nicht nur brauchbare Gegenstände: Kleine Müllberge verteilen sich über den Campingplatz, egal in welche Richtung man schaut. Kaputte Zelte, Klopapier, leere Konserven, aber auch zum Teil noch verpackte Lebensmittel lassen sich finden. Hinzu kommt kaputte Deko, Grills und sogar das eine oder andere Paar Schuhe. Ab kurz nach neun Uhr klingt aus manchem Zelt doch wieder Musik und es krabbeln immer mehr Camper an die frische Luft.
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Camper geben Sachen direkt ab
"Es sind die kleinen Dinge im Leben", sagt Shari und zeigt ihr Fundstück: eine kleine Stehlampe. Die wird mitgenommen und kommt zu den Kuriositäten, erzählt sie. Das andere Team hat auch etwas entdeckt: mehrere Packungen Zigaretten, noch neu verpackt. "Nehmt ihr auch Pfand?", fragt ein Camper die Gruppe und überreicht eine Tüte mit Pfandflaschen. Camperin Tiana kommt ebenfalls zu der Gruppe und gibt eine Isomatte ab.
Shari ist ganz begeistert von ihrem Fund. Foto: Werder
Tiana übergibt eine Isomatte an Ömi von Hanseatic Help. Foto: Werder
Bereits nach einer guten Stunde laden die Helfer die ersten Sachen in einen Anhänger, damit sie zur Sammelstelle kommen. Das erste Fazit: Sehr zufrieden. Fertig sind sie aber trotzdem noch lange nicht.
Insgesamt sind 514 Sachspenden, davon 229 Zelte, 143 Isomatten und 142 Schlafsäcke, zusammengekommen, die Hanseatic Help nun an Bedürftige verteilen kann. Eine gute Sache für die Menschen und gleichzeitig weniger Müll, der nach dem Festival zurückbleibt.
Eine gute Sache für die Menschen und gleichzeitig weniger Müll, der nach dem Festival zurückbleibt.
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Abreise vom Gelände für die Festivalbesucher. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Die erste Isomatte kann mitgenommen werden. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Shari, Jade, Sophie, Frida, Sabine (Lions Club Cuxhaven), Ömi und Hans-Gerd (Lions Club Cuxhaven) (v.l.) sammelten am Montag Zelte, Schlafsäcke und Isomatten für Hanseatic Help ein. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Auf einer Pavillon-Plane werden die Fundstücke gesammelt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Schon einiges zusammengekommen bei der Aktion von Hanseatic Help. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Der Tag danach: Viele Camper sind schon weg, aber ihr Müll bleibt. Foto: Werder
Am Montagmorgen fehlt nicht mehr nur das I sondern auch das D. Foto: Werder
Abbau und aufräumen auf dem Gelände vom Deichbrand. Foto: Werder
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