Dezernent Take wieder im Kreishaus in Cuxhaven
Er wollte Verwaltungschef in der Samtgemeinde Zeven werden. Aber das hat nicht geklappt. Am Mittwoch kehrte Michael Take als Dezernent in das Cuxhavener Kreishaus zurück.
Er wollte - als parteiloser und von der CDU unterstützter Kandidat - Samtgemeindebürgermeister in Zeven werden. Doch dafür reichte es nicht; es setzte am Wochenende eine Niederlage. Am Mittwoch ist Michael Take nun als Dezernent ins Cuxhavener Kreishaus zurückgekehrt.
Take war vor sechs Jahren auf Vorschlag des damaligen Landrates Kai-Uwe Bielefeld aus Ilsede nach Cuxhaven gekommen, um dort einen Dezernentenjob zu übernehmen. In Ilsede (Kreis Peine) hatte er den Posten als stellvertretender Verwaltungschef wahrgenommen; der Umzug ins Kreishaus nach Cuxhaven galt daher als ein Karrieresprung.
Lief unter der Regie von Landrat Bielefeld noch alles im Binnenverhältnis weitgehend geräuschlos ab, so änderte sich das später. So war plötzlich nicht mehr Take für die geplante Gründung der neuen Rettungsdienst-GmbH zuständig, sondern dies wurde zur Chefsache.
Erst ab-, dann zugesagt
Take (47) äußerte gegenüber der Politik erst relativ spät seinen Wechselwunsch, der Anfang Januar durch Recherchen unserer Redaktion publik wurde. "Die Kandidatur in Zeven habe ich als eine große Chance betrachtet, in einer sehr wirtschaftsstarken Kommune viel zu bewegen. Die Chance, dort anzutreten, wollte ich mir nicht entgehen lassen, da es große Gestaltungsspielräume gibt. Es gab schon im vergangenen Jahr erste Gespräche, ob ich als Kandidat in Zeven antreten würde. Zu dem Zeitpunkt hatte ich abgesagt. Die Entscheidung für die Kandidatur war dann sehr kurzfristig. Ich kann nachvollziehen, wenn der eine oder andere Politiker nicht begeistert war, dass die Kommunikation so kurzfristig erfolgte und dass ich mich überhaupt anderweitig beworben habe."
In der Samtgemeinde Zeven, wo die CDU traditionell die stärkste politische Kraft ist, gibt es mit Henning Fricke seit vielen Jahren einen SPD-Verwaltungschef, der auch wieder antrat und abräumte. Zwar blieb die CDU auch bei der Kommunalwahl am Wochenende mit knapp 39 Prozent vorn, doch der von ihr unterstützte Spitzenkandidat Michael Take konnte Fricke nicht vom Chefsessel stürzen und erhielt in dem direkten Duell nur 42,35 Prozent der Stimmen.
Am Mittwoch trat Take nach längerer Pause wieder seinen Dienst im Cuxhavener Kreishaus an: "Jetzt werde ich mich wieder voll und ganz meinen Aufgaben als Dezernent widmen", sagte er gegenüber der Redaktion der Cuxhavener Nachrichten und Niederelbe-Zeitung. Mindestens zwei Jahre lang auf jeden Fall: 2028 endet seine Zeit als Wahlbeamter beim Landkreis Cuxhaven. Dann wird über die Besetzung des Spitzenpostens vom Landrat und den Kreistagsabgeordneten neu entschieden. Eine Wiederwahl ist möglich, aber keine Selbstverständlichkeit.
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