Feuerwehren in Hemmoor: Was wird aus den Leerständen nach dem Neubau?
Bei der Nachnutzung der alten Feuerwehrhäuser in den Hemmoorer Stadtteilen Althemmoor und Westersode deutet sich eine Lösung an. Am Donnerstag (7. Mai) wird der Stadtrat wahrscheinlich eine Entscheidung treffen. Welche Rolle spielt dabei die DLRG?
Ausgangspunkt der aktuellen Überlegungen und bevorstehenden Entscheidung ist der Bau eines neuen Gebäudes, das die beiden Feuerwehren Althemmoor und Westersode künftig gemeinsam nutzen werden. Die bislang genutzten Immobilien entsprechen nicht mehr den Vorgaben. Doch statt zwei neue Häuser zu bauen, suchten die beiden Wehren den Schulterschluss und kooperieren in einem Neubau.
Während sich die Neubaumaßnahme auf der Zielgeraden befindet, steht die Stadt vor der Entscheidung, wie sie mit den künftigen Leerständen umgeht. Dazu gab es bereits vor und hinter den Kulissen mehrere Gespräche. So erfolgte unter anderem eine Abfrage bei den örtlichen Vereinen und Organisationen, ob sie Interesse an einer Nutzung hätten. Die Stadtverwaltung bezeichnete die Resonanz als "überschaubar".
Im Fall der Westersoder Immobilie soll vor einem Verkauf oder einer Nachnutzung zunächst überprüft werden, wie groß die Feuchtigkeitsschäden sind. Das Geld für einen Verkauf wurde übrigens jedoch schon im aktuellen Haushalt eingeplant. Zwischenzeitlich haben die Oldtimerfreunde Westersode aber durchblicken lassen, dass sie Interesse daran haben, die Garagen und Toiletten zu nutzen. Eine Entscheidung ist noch nicht in Sicht und hängt von dem Gebäudecheck ab.
Lamstedter sind auch in Hemmoor aktiv
Konkreter wird es dagegen mittlerweile beim Feuerwehrhaus in Althemmoor. Wie berichtet, hatte die Lamstedter DLRG bereits vor längerer Zeit den Finger gehoben und sich für eine künftige Nutzung ins Spiel gebracht. Bislang war man in der Politik noch unentschlossen, doch spätestens seit der Bauausschusssitzung am Dienstagabend deutet sich an, dass die DLRG wohl den Zuschlag erhält. Dort skizzierte der DLRG-Vorsitzende Hannes Blohm die Bandbreite des Angebotes des 760 Mitglieder starken Vereins, die von der Schwimmausbildung für Kinder und der Jugendarbeit über die Ausbildung von Rettungskräften und Badeaufsicht in den Bädern in Hemmoor und Lamstedt bis zur "Erste Hilfe"-Ausbildung und dem Einsatz im Katastrophenschutz reicht.
Blohm unterstrich, dass es zahlreiche Bezugspunkte zu Hemmoor gibt. So würden etliche Mitglieder aus der Stadt kommen, die DLRG helfe bei der Badeaufsicht im Schwimmbad "Ostewelle" und letzten Endes sei sie auch bei Einsätzen in den Gewässern der Stadt gefragt.
Das Feuerwehrgebäude in Althemmoor sei ideal für die DLRG‑Aktivitäten. So wachse der Fuhr- und Gerätepark auch auf Dauer weiter, denn gerade im Katastrophenschutz werde das Engagement sicherlich noch größer werden. Doch es geht natürlich nicht nur um Stellfläche, sondern auch um die Vereinsaktivitäten allgemein.
Obergeschoss ist noch vermietet
Mit seinem Vorschlag, möglichst auch das Obergeschoss nutzen zu können, um die Chance zur Beschäftigung eines Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes zu eröffnen, konnte sich Blohm im Ausschuss zwar nicht durchsetzen, da die Räumlichkeiten vermietet sind und vorerst bleiben sollen. Doch für die Räume und Flächen im Erdgeschoss kann die DLRG Hoffnung schöpfen, dass sie den Zuschlag für eine Nutzung erhält. Unklar ist jedoch noch die Kostenfrage. Der Ausschussvorsitzende Dirk Brauer schlug vor, dass die DLRG keine Miete, wohl aber die Nebenkosten tragen solle. Ähnlich sei die Stadt auch bei der Musikschule im Alten Postamt vorgegangen.
Ein weiterer Aspekt der möglichen Eingung: Zur "Akzeptanzsteigerung" steht der Vorschlag, dass der Verein künftig die Bezeichnung "DLRG-Ortsgruppe Lamstedt-Hemmoor" tragen soll.

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