Großrazzia gegen Rechtsextreme: Objekt im Landkreis Cuxhaven durchsucht
Großangelegte Razzia gegen mutmaßliche Mitglieder rechtsextremer Gruppen: Auch ein Objekt im Landkreis Cuxhaven wird durchsucht. Insgesamt sind die Beamten in zwölf Bundesländern im Einsatz, um Beweise zu sichern und Netzwerke aufzudecken.
Bundesweit fanden am Mittwochmorgen (6. Mai 2026) Razzien gegen mutmaßliche Mitglieder zweier rechtsextremer Organisationen statt. Auch der Landkreis Cuxhaven steht auf der Liste der Durchsuchungen.
Die Maßnahmen richten sich gegen insgesamt 36 Beschuldigte in zwölf Bundesländern. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilt, wurden insgesamt 50 Objekte durchsucht. Laut der Bundesbehörde besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten herausgehobene Mitglieder der rechtsextremistischen Vereinigungen "Jung & Stark" (JS) oder "Deutsche Jugend Voran" (DJV) sind.
Pressesprecher Stephan Hertz von der Polizeiinspektion Cuxhaven machte keine Angaben zu den Razzien und verwies an das Bundeskriminalamt (BKA). Auf CN/NEZ-Anfrage konnte sich jedoch auch das BKA nicht zu dem Vorfall äußern und verwies weiter an die Generalbundesanwaltschaft.
Ein Objekt im Landkreis Cuxhaven
Im Landkreis Cuxhaven wurde eine "Durchsuchung bei einem Unverdächtigen" durchgeführt, teilt ein Sprecher des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof gegenüber cnv-medien.de mit. "Das ist jemand, der nicht beschuldigt ist im Verfahren, wo aber davon ausgegangen werden kann, dass dort eventuell auch Beweise gefunden werden können." Genauere Angaben zum Alter der Person oder wo genau sich das durchsuchte Objekt im Cuxland befindet, durfte der Sprecher nicht machen. Es habe sich seinen Angaben nach nur um ein einzelnes Objekt gehandelt.
Den Beschuldigten wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, wobei sie teilweise als Jugendliche mit Verantwortungsreife oder als Heranwachsende gehandelt haben sollen, teilt die Bundesanwaltschaft mit. Gegen acht Beschuldigte werde auch wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
"Opfer von mehreren Angreifern geschlagen"
Die Mitglieder vernetzen sich sowohl über die sozialen Medien als auch bei regelmäßigen Treffen. Nach Angaben der Behörde werde dabei zu Gewalttaten gegen politische Gegner sowie gegen vermeintlich Pädophile aufgerufen. "Einige Beschuldigte sollen dementsprechend Angehörige der linken Szene oder Personen angegriffen haben, die sie für pädophil hielten. Die Opfer wurden jeweils von mehreren Angreifern geschlagen und trugen nicht unerhebliche Verletzungen davon."
Die Durchsuchungen am Mittwoch sollen zur Aufklärung beitragen. Festnahmen waren den Angaben zufolge nicht geplant. Für die Maßnahmen waren über 600 Polizeikräfte des Bundes und der beteiligten Länder im Einsatz, heißt es in einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft.
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