Aeronauticum in Nordholz: Neue Werkstatt- und Lagerhalle früher als geplant fertig
Das Aeronauticum in Nordholz hat eine neue Werkstatt- und Lagerhalle. Nach Jahren der Planung ist die Halle betriebsbereit - und das früher, als ursprünglich geplant.
Am Freitag (25. September 2026) wurde die neue Werkstatt- und Lagerhalle des Aeronauticum in Betrieb genommen. Eigentlich sollte das erst Ende des Jahres geschehen - aber der Zeitplan musste angepasst werden.
40 Meter lang und 40 Meter breit ist die neue Werkstatt- und Lagerhalle des deutschen Luftschiff- und Marinefliegermuseums in Nordholz. Zur Inbetriebnahme begrüßte Katja Bruns-Cordes unter anderem den Landtagsabgeordneten Claus Seebeck, Lienhard Varoga vom Amt für regionale Landesentwicklung und Kapitän zur See Broder Nielsen als stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums. Besonders begrüßte sie zudem die Vertreter der regionalen Unternehmen, die an der Realisation des Projektes beteiligt gewesen sind. "Dieses Miteinander, das wir hier im Cuxland haben, ist nicht selbstverständlich", betonte sie. Woanders sei es schwieriger geworden, Menschen zusammenzubekommen, die miteinander sprechen und gemeinsam anpacken, so Bruns-Cordes: Im Cuxland funktioniere es noch. "Und genau dafür steht diese Halle."
Fast alle Unternehmen aus der Region
"Das Aeronauticum ist einer der Leuchttürme, die wir in der Region brauchen", betonte auch Claus Seebeck. Ihn freute besonders, dass die beteiligten Unternehmen fast alle aus der Region kamen. An das Team vom Aeronauticum gerichtet, sagte er: "Ich hoffe, dass ihr weiterhin so engagiert seid."
Was draußen Eindruck mache, brauche im Hintergrund Leute, die sich darum kümmern, sagte Broder Nielsen, Kommandeur der Marineflieger. Die Halle sei vor allem ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Menschen, die vor Ort arbeiten. Zudem sei es ein besonderer Ort für die Marineflieger: "Hier wird unsere Geschichte sichtbar und hier können wir unsere Geschichte an kommende Generationen weitergeben."
Die ersten Pläne für die Werkstatt- und Lagerhalle gab es bereits 2022. Nach einer Kostenschätzung von rund 750.000 Euro mussten die jedoch angepasst werden. Nach der Überarbeitung sollte sich das Projekt auf 400.000 Euro belaufen - die Summe wurde auch nahezu eingehalten. "Ich bin sehr stolz darauf, dass wir das geschafft haben", sagte Hans-Peter Weber vom Vorstand des Aeronauticums. Zuvor mussten die Arbeiten in alten Containern vorgenommen werden. Bei einer Überprüfung durch die Berufsgenossenschaft 2022 wurden dort erhebliche Mängel festgestellt - daher ging es an die eigene feste Halle.
Die Inbetriebnahme der Halle sollte eigentlich erst Ende des Jahres stattfinden. Doch ein erneuter Blick in die Unterlagen warf die Pläne um. Bis zum 30. September musste die Halle betriebsbereit sein - eine Vorgabe vom Leader-Programm, welches 100.000 Euro für das Projekt bereitgestellt hatte. Weber überreichte vor Ort den Ordner mit den Verwendungsnachweisen fristgerecht an Lienhard Varoga vom Amt für regionale Landesentwicklung.
Strom zu 80 Prozent durch PV-Anlage
Weber führte die Anwesenden noch durch die neuen Räumlichkeiten - die bislang noch leer stehen. Es fehlen auch noch die Türen, da alles so schnell fertig werden musste. Die volle Betriebsbereitschaft soll bis Ostern 2027 hergestellt sein, erklärte Weber. In Zukunft werden in den Räumen eine Metall- und Holzwerkstatt, eine Malerei sowie eine Elektronikwerkstatt Platz finden. Das Thema Nachhaltigkeit spielte beim Bau ebenfalls eine Rolle. Auf dem Dach der neuen Halle wurde eine Photovoltaikanlage installiert, mit der 80 Prozent des benötigten Stroms erwirtschaftet werden sollen. Aber auch etwas anderes wurde hervorgehoben: Der Innenausbau erfolgte teilweise durch ehrenamtliche Helfer. "Was an ehrenamtlicher Arbeit reinfließt, macht hier den Unterschied", so Bruns-Cordes.
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