Nicht nur in Ahlen-Falkenberg, Ortsteil der Gemeinde Wanna, hoffen die Einwohnerinnen und Einwohner, dass es mit der Aufnahme in die Dorfentwicklung klappt. Foto: Martina Nolte
Nicht nur in Ahlen-Falkenberg, Ortsteil der Gemeinde Wanna, hoffen die Einwohnerinnen und Einwohner, dass es mit der Aufnahme in die Dorfentwicklung klappt. Foto: Martina Nolte
Dorfregion Ahlenmoor

Fünf Dörfer starten durch: Wanna, Nordleda & Co. wollen ins Dorfentwicklungsprogramm

von Christian Mangels | 16.04.2025

Diese dorfübergreifende Kooperation ist außergewöhnlich: Wanna, Nordleda, Flögeln, Neuenwalde und Krempel haben sich unter dem Namen "Dorfregion Ahlenmoor" zusammengeschlossen und hoffen auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm.

Wenn es um die Zukunft des ländlichen Raums geht, sind kreative Ideen und engagierte Menschen gefragt: Die Gemeinden Wanna und Nordleda (Samtgemeinde Land Hadeln) sowie die Ortschaften Flögeln, Neuenwalde und Krempel (Stadt Geestland) möchten genau diese Energie in ihren Dörfern wecken und haben sich zusammengetan. Unter dem Namen "Dorfregion Ahlenmoor" wollen sie gemeinsam in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen, eines der bekanntesten Instrumente der Strukturförderung für den ländlichen Raum, aufgenommen werden. Alle Ortsräte haben bereits im vergangenen Jahr einen entsprechenden Beschluss gefasst und ihre Teilnahme bekräftigt.

Ein wichtiger Beitrag für lebenswerte Dörfer

Bei dem Förderprogramm des Landes Niedersachsen können sich ganz bewusst zwei bis fünf Dörfer als Dorfregion zusammentun. Neben Projekten der Dorfentwicklung wie zum Beispiel der Um- und Nachnutzung leer stehender Gebäude und der klimagerechten Umgestaltung von Dorfinnenbereichen sind auch Projekte, die durch das Engagement der Menschen im Ort einen wichtigen Beitrag für lebenswerte Dörfer leisten, förderfähig.

Die Dorfentwicklung hat zum Ziel, die Dörfer als Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Wirtschaftsraum zu stärken und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Dies soll dem demografischen Wandel entgegenwirken.

Noch ist unklar, ob die Cuxland-Dörfer überhaupt aufgenommen werden. Zunächst müssen sie ihre Hausaufgaben machen und einen Dorfentwicklungsplan erarbeiten. Über die Aufnahme in das Förderprogramm werde das Land Niedersachsen voraussichtlich im Frühjahr 2026 entscheiden, erklärt Lienhard Varoga vom Amt für regionale Landesentwicklung. Die Planungen könnten dann ab Sommer 2026 starten. Erste Projekte könnten - wenn alles klappt - ab Frühjahr 2028 umgesetzt werden. Das Planungsbüro Sweco begleitet den Prozess.

Jetzt geht es darum, Ideen zu sammeln und zu schauen, ob sie überhaupt in das Programm passen. Eine erste Gelegenheit dazu ist das "Dorfabendbrot" am Freitag, 25. April, 18 Uhr, im Café-Restaurant Torfwerk, Am Hohen Kopf 3, in Wanna-Ahlenfalkenberg. Die Ahlenmoor- Dörfer laden alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, "aktiv die Zukunft zu gestalten".

Folgende Themen sollen bei dem Treffen diskutiert werden: Wie kann man das soziale Miteinander stärken? Welche neuen Treffpunkte wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger? Und: Wie kann man das Ahlenmoor schützen und die Wege in der Region verbessern? "Lassen Sie uns zusammen diskutieren", heißt es in der Einladung. "Wie erleben Sie Ihren Ort? Was funktioniert gut? Was sollten wir unbedingt ändern?"

Nicole Friedhoff, Bürgermeisterin der Gemeinde Wanna, hofft, dass es mit der Aufnahme in die Dorfentwicklung klappt. "Für die Gemeinde Wanna wäre das eine echte Chance, in den nächsten Jahren einige Projekte auf den Weg zu bringen, die sonst, ohne Fördermittel, nicht möglich wären."

Wenn Wanna und die anderen Dörfer ins Förderprogramm aufgenommen werden, will die Bürgermeisterin in ihrem Ort einen regelmäßigen Dorfstammtisch ins Leben rufen, "damit Wünsche und Ideen gesammelt werden können und die Dorfgemeinschaft aktiv eingebunden wird." Eine Chance sehe sie auch in der Förderung von privaten Projekten. "Gerade im Hinblick auf die Sanierung von alten Wohnhäusern kann das für die Hausbesitzer schon sehr attraktiv sein", sagt Nicole Friedhoff.

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