Nach einem Vorfall in einem Regionalexpress nach Bremerhaven ermittelt die Bundespolizei und sucht Zeugen. Foto: Katharina Kausche/dpa
Nach einem Vorfall in einem Regionalexpress nach Bremerhaven ermittelt die Bundespolizei und sucht Zeugen. Foto: Katharina Kausche/dpa
Regionalexpress gestoppt

Gewalttätiger Vorfall im Zug nach Bremerhaven: Mann wirft Steine und bedroht Personal

von Redaktion | 01.06.2026

Ein 54-jähriger Mann soll in einem Regionalexpress nach Bremerhaven einen Zugbegleiter und einen Lokführer bedroht haben. Nach Angaben der Bundespolizei zog er zudem die Notbremse und warf Schottersteine auf einen Bahnmitarbeiter.

Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Bremen ist es am Freitag (29. Mai 2026) in einem Regionalexpress auf der Strecke nach Bremerhaven zu einem gewalttätigen Vorfall zum Nachteil eines Zugbegleiters und eines Lokführers gekommen. Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen um Hinweise.

Fahrausweiskontrolle eskaliert

Wie die Bundespolizei mitteilt, soll ein 54-jähriger Mann während der Fahrt geraucht und Alkohol konsumiert haben. Zudem habe er bei einer Fahrausweiskontrolle keinen gültigen Fahrschein vorzeigen können. Im Verlauf der Kontrolle soll der Mann den Zugbegleiter unvermittelt beleidigt und bedroht haben. Dabei habe er laut Bundespolizei angedeutet, den Bahnmitarbeiter mit einem Feuerlöscher schlagen zu wollen.

Schottersteine auf Zugbegleiter geworfen

Den weiteren Ermittlungen zufolge zog der Mann anschließend die Notbremse, sodass der Regionalexpress bei Lunestedt auf freier Strecke zum Stehen kam. Nachdem der Zugbegleiter den 54-Jährigen aufgefordert hatte, wieder in den Zug einzusteigen, soll dieser Schottersteine aus dem Gleisbett auf den Bahnmitarbeiter geworfen haben.

Als der Lokführer seinem Kollegen zu Hilfe eilte, habe der Mann nach Angaben der Bundespolizei auch diesen beleidigt und bedroht. Anschließend sei der Tatverdächtige zunächst geflüchtet, später jedoch von Einsatzkräften festgenommen worden.

Bundespolizei sucht weitere Zeugen

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Bundespolizeiinspektion Bremen leitete gegen den Mann aus Hannover Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Missbrauchs von Nothilfemitteln sowie Erschleichens von Leistungen ein.

Da nach Angaben der Ermittler nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Fahrgäste von dem 54-Jährigen bedroht oder belästigt wurden, sucht die Bundespolizeiinspektion Bremen Zeugen und mögliche weitere Geschädigte. Hinweise werden unter der Telefonnummer (04 21) 1 62 99 77 77 oder per E-Mail an bpoli.bremen@polizei.bund.de entgegengenommen.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

(1 Stern: Nicht gut | 5 Sterne: Sehr gut)

Feedback senden

Google News

Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Hier CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinzufügen.


CNV-Newsletter

Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.


Top Nachrichten



Bild von Redaktion
Redaktion

Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung
Tel.: 04721 585 360

redaktion@no-spamcnv-medien.de

Lesen Sie auch...
Mit fast zwei Promille

Gefährliche Alkoholfahrt auf der B73 bei Stade: Fahrerin mit Kind im Wagen gestoppt

von Redaktion

Mit fast zwei Promille Alkohol im Blut war eine Autofahrerin am Sonntagnachmittag auf der B73 unterwegs gewesen. Bei der Kontrolle stellten die Polizeibeamten fest, dass sich ein 13-jähriges Kind im Auto befand.

Abschied von "Lord Bernd"

Seine Karriere begann in Cuxhaven: Beat-Legende Bernd Zamulo ("The Lords") ist tot

von Christian Mangels

Von Cuxhaven auf die großen Bühnen Deutschlands: Bernd Zamulo, langjähriger Bassist und Sänger der Band "The Lords", ist gestorben. Weggefährten erinnern an seine frühen Jahre bei den "Rhythm Brothers" und die Anfänge der Beatmusik an der Küste.

19-Jähriger irrt sich in Wohnung

Kurioser Einsatz im Cuxhavener Nachbarkreis: Betrunkener schläft auf fremdem Sofa ein

Eine Frau aus Zeven staunte nicht schlecht, als sie einen fremden Mann schlafend auf ihrem Sofa entdeckte. Der alkoholisierte 19-Jährige hatte offenbar die Häuser verwechselt und es sich für ein Nickerchen in der falschen Wohnung gemütlich gemacht.

Serienmörder-Verdacht

Vermisstenfälle im Cuxland: Ex-LKA-Chef kritisiert Polizei-Einschätzung zu Wichmann

Hatte Kurt-Werner Wichmann schon Kontakt nach Cuxhaven, als Angelika Kielmann und Anke Streckenbach verschwanden? Ein Foto könnte darauf hindeuten. Die Polizei sieht keinen neuen Ansatz - ein Ex-LKA-Chef schon.