Auf Rückbank eingeklemmt: Weitere Details zum schweren Unfall auf der B73 bei Hemmoor
Auf der B73 in Hemmoor sind zwei Autos frontal zusammengestoßen. Drei Menschen wurden schwer, eine Insassin lebensgefährlich verletzt. Die Bundesstraße war mehrere Stunden gesperrt. Weitere Details zum Unfall.
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B73 im Hemmoorer Stadtteil Warstade sind am Mittwoch (19. August 2026) gegen 15.50 Uhr vier Menschen verletzt worden. Drei von ihnen, darunter ein zweijähriges Kind, erlitten schwere Verletzungen. Eine 56-jährige Mitfahrerin wurde lebensgefährlich verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Bremen geflogen.
Nach Polizeiangaben war ein 19-jähriger Fahrer eines VW Golf V aus Wettkirchen im Kreis Steinfurt (Nordrhein-Westfalen) auf der Bundesstraße 73 in Richtung Wingst unterwegs. Zur gleichen Zeit kam ihm ein 61-jähriger Autofahrer aus Düdenbüttel im Landkreis Stade mit einem Opel Corsa entgegen. In dem Opel saßen auf der Rückbank außerdem das zweijährige Kind und die 56-jährige Mitfahrerin.

Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Opel laut Polizei in den Gegenverkehr. Es kam zu einem heftigen frontalen Zusammenstoß der beiden Autos in Höhe Alter Postweg. Anwohner alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Kurz darauf trafen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei an der Unfallstelle ein.
Unfall auf der B73: Kind schnell befreit
Die beiden Fahrer wurden von der Feuerwehr aus ihren Fahrzeugen gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Auch das zweijährige Kind konnte schnell befreit und nach kurzer Betreuung weiter versorgt werden. Die 56-jährige Insassin auf der Rückbank des Opel Corsa war eingeklemmt. Feuerwehr und Rettungsdienst befreiten sie mit einer Rettungsschere aus dem Fahrzeug.

Nach der Erstversorgung durch Notärzte und Rettungsdienst wurde der 19-jährige Fahrer des VW Golf schwer verletzt in die Helios-Klinik nach Cuxhaven gebracht. Der 61-jährige Fahrer des Opel Corsa und das zweijährige Kind kamen schwer verletzt in das Elbe-Klinikum Stade. Die lebensgefährlich verletzte 56-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 26" aus Sanderbusch nach Bremen geflogen.
B73 wird nach schwerem Unfall voll gesperrt
Für die Rettungsmaßnahmen und die aufwendige Unfallaufnahme musste die B73 voll gesperrt werden. Der Autoverkehr wurde über Nebenstraßen umgeleitet. Weil Lastwagen zunächst nicht abgeleitet werden konnten, bildete sich in Richtung Cuxhaven ein langer Stau. Später richteten die Einsatzkräfte eine Umleitung für Lkw von Basbeck über die B495, Heeßel und Althemmoor zurück auf die B73 ein.

Zur Klärung des Unfallhergangs setzte die Polizei auch eine angeforderte Drohne der Verfügungseinheit der Polizei Cuxhaven ein. Nach Abschluss der Unfallaufnahme schob die Feuerwehr die beiden Fahrzeuge mit Rangierhilfen von der Straße an den Seitenrand. An beiden Autos entstand Totalschaden. Der Sachschaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt.
B73 nach zwei Stunden wieder freigegeben
Anschließend beseitigten die Einsatzkräfte ausgelaufene Betriebsstoffe und entfernten Trümmerteile von der Fahrbahn. Zudem unterstützte die Feuerwehr den ADAC-Abschleppdienst beim Verladen der beschädigten Fahrzeuge. Gegen 19 Uhr war die Unfallstelle geräumt, die B73 wurde wieder für den Verkehr freigegeben.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Warstade, Basbeck und Klint, Gemeindebrandmeister Björn Müller und sein Stellvertreter Malte Schimmelpfennig, ein Notarzt, zwei Rettungswagen aus Hemmoor, ein Rettungswagen aus Lintig, ein Notfall-Krankentransportwagen des Cuxland-Rettungsdienstes, ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Himmelpforten, ein Notarzt aus Stade, ein Einsatzleitwagen des DRK Wesermünde, zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei Hemmoor sowie ein Einsatzfahrzeug mit Drohne der Verfügungseinheit der Polizei Cuxhaven.
Von Jürgen Lange
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