Unter schwerem Atemschutz suchten Einsatzkräfte den Brandherd im stark verrauchten Haus und begannen mit den Löscharbeiten. Foto: Jürgen Lange
Unter schwerem Atemschutz suchten Einsatzkräfte den Brandherd im stark verrauchten Haus und begannen mit den Löscharbeiten. Foto: Jürgen Lange
Bewohner im Krankenhaus

Feuerwehreinsatz in Hemmoor: B73 nach Wohnungsbrand stundenlang gesperrt

01.06.2025

In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag wurde eine Nachbarin durch das laute Bellen zweier Hunde auf einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hemmoor aufmerksam. 

Am Sonnabend (31. Mai 2025) wurde ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Straße am Kirchplatz im Hemmoorer Stadtteil Warstade durch das laute Bellen zweier Hunde und Rauchmelder rechtzeitig entdeckt. Gegen 22.40 Uhr machte eine Anwohnerin auf laute Geräusche aus einer Nachbarwohnung aufmerksam und alarmierte die abwesenden Bewohner telefonisch.

Gefahr beim Betreten der Brandwohnung

Die beiden Bewohner eilten sofort zurück und wurden beim Öffnen der Haustür von dichtem schwarzem Rauch empfangen. Trotz der Gefahr rettete der Mann seine Hunde, die sich im Badezimmer versteckt hatten, brachte sie ins Freie und folgte ihnen selbst. Seine Frau half einer etwa 90-jährigen Nachbarin aus dem oberen Stockwerk in Sicherheit. Die Tochter der älteren Dame hatte bereits die Feuerwehr verständigt.

Die komplette Küche wurde durch Feuer und Rauch vollständig zerstört. Foto: Jürgen Lange

Die Einsatzkräfte trafen wenige Minuten nach der Alarmierung ein, da das betroffene Haus in der Nähe des Feuerwehrhauses liegt. Ein Küchenherd war aus bisher unbekannter Ursache in Brand geraten. Die Feuerwehr löschte den Brand unter schwerem Atemschutz, demontierte Teile der Küche und brachte die brennenden Utensilien nach draußen. Um den Rauch aus dem Gebäude zu entfernen, wurde ein Überdruckbelüfter eingesetzt.

B73 wegen Löscharbeiten stundenlang gesperrt

Für die Löschwasser-Versorgung musste die nahegelegene B73 für etwa eineinhalb Stunden voll gesperrt werden. Zwei Bewohner wurden vorsorglich wegen Verdacht auf Rauchvergiftung ins Elbe Klinikum Stade gebracht, während die ältere Dame und ihre Tochter bei Nachbarn unterkamen. Die beiden geretteten Hunde wurden vor Ort versorgt.

Teile der brennenden Küche wurden demontiert, aus dem Fenster geworfen und im Außenbereich abgelöscht. Foto: Jürgen Lange

Durch Rauch und Ruß sind drei Wohnungen vorerst unbewohnbar. Die Polizei Cuxhaven hat noch während der Löscharbeiten mit der Brandermittlung begonnen. Der entstandene Sachschaden ist noch unbekannt. Insgesamt waren 53 Einsatzkräfte der Feuerwehren Warstade und Althemmoor, Rettungsdienst, DRK-Bereitschaft, Polizei und Tatortgruppe im Einsatz. Gegen 1.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Von Jürgen Lange

Das Haus ist aufgrund der starken Verrußung nicht mehr bewohnbar. Foto: Jürgen Lange

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