Angeblicher "Diebstahl" in Hemmoor: "Zementpacker" nach Verwirrung wieder komplett
Ein vermeintlicher Diebstahl in Hemmoor löst sich als Missverständnis auf. Die Messingplatte der bekannten "Zementpacker"-Skulptur war nicht verschwunden. Die NEZ/CN-Redaktion trug zur Aufklärung bei.
Kleine Platte, große Verwirrung: Das Rätsel um die Demontage der Messingplatte an der "Zementpacker"-Skulptur, die auf dem Hemmoorer Rathausplatz steht, ist gelöst. Für den angeblichen "Diebstahl" gibt es eine einfache und harmlose Erklärung.
Das nach einem Diebstahl vor drei Jahren restaurierte Kunstwerk stand ursprünglich im Hemmoorer Zementmuseum, war aber nach der geglückten Rekonstruktion kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres am Rathaus aufgestellt und feierlich enthüllt worden.

In der Nacht zum 17. März hatten dann vermeintliche "Diebe" wieder zugeschlagen und eine Plakette mit Erklärungen zur Skulptur entwendet. Es wurde Anzeige erstattet; die Polizei leitete Ermittlungen ein. Doch jetzt hat eine Nachfrage dazu geführt, dass die angebliche "Tat" aufgeklärt worden ist und sich als ein Missverständnis entpuppt hat.
Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, geht von einem offensichtlichen "internen Kommunikationsproblem im Rathaus" aus. Die Messingplatte war Mitte März abmontiert worden. "Der Sachverhalt ist daraufhin von einer mitarbeitenden Person des Rathauses bei der Polizei Hemmoor angezeigt worden" - verbunden mit einem Foto des Zementpackers ohne Messingplatte, so Hertz. In der Anzeige hieß es, die Platte sei "weggeflext und entfernt" worden.

Am Mittwoch (1. April 2026) hakte die NEZ/CN-Redaktion beim Polizeisprecher nach. Die Polizei fragte daraufhin im Rathaus an, wies auf die Unstimmigkeiten hin - und erhielt wenig später die Bestätigung, dass die Platte wieder da ist. "Tatsächlich wurde vergessen, Bescheid zu sagen", betont Hertz und sagt in Richtung Redaktion: "Den Anstoß habt Ihr gegeben." Nach Informationen von cnv-medien.de war die Platte kurzfristig entfernt worden, um die Schrift nachzubearbeiten und besser zur Geltung zu bringen.
Das Verfahren dürfe die Polizei jedoch nicht selbst einstellen. Das geht nur über die Staatsanwaltschaft Stade. Sprecher Hertz: "Wir geben jetzt einen Hinweis mit der Bitte, das Verfahren einzustellen." (es/jok)