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An erster Stelle steht die unmittelbare Menschenrettung aus dem verrauchten Gebäude unter schweren Atemschutz: Einsatzkräfte tragen eine Übungspuppe aus dem Gefahrenbereich. Foto: Lange
An erster Stelle steht die unmittelbare Menschenrettung aus dem verrauchten Gebäude unter schweren Atemschutz: Einsatzkräfte tragen eine Übungspuppe aus dem Gefahrenbereich. Foto: Lange
Beim SC Hemmoor

Gefahrgut-Übung in Hemmoor: Feuerwehr probt am Vereinsheim den Ernstfall

22.09.2026

Ein unklarer Brand, starke Rauchentwicklung, eine vermisste Person und der Verdacht auf gefährliche Chemikalien: Die Feuerwehr trainierte in Hemmoor ein anspruchsvolles Einsatzszenario.

Ein unklarer Brand mit starker Rauchentwicklung, eine vermisste Person und der dringende Verdacht auf gefährliche chemische Substanzen: Vor diesem anspruchsvollen Szenario standen die Einsatzkräfte bei einer lehrreichen Gefahrgut-Einsatzübung am Mittwoch (16. September 2026) am Vereinsheim des Sportclubs (SC) Hemmoor.

Ausgearbeitet hatte die Übung der stellvertretende Gruppenführer Julian Laapsch. Das Szenario ging deutlich über Standardabläufe hinaus und forderte insbesondere die Führungs- und Entscheidungsstrukturen der Feuerwehr. Nach ersten Hinweisen des Hausmeisters und der Wahrnehmung eines stechenden Geruchs mussten die Einsatzkräfte schnell handeln: die Lage beurteilen, Gefahrenpotenziale priorisieren und die richtigen Maßnahmen in der passenden Reihenfolge einleiten.

Nach ersten Hinweisen des Hausmeisters und der Wahrnehmung eines stechenden Geruchs müssen die Einsatzkräfte blitzschnell handeln: Sie besprechen das Vorgehen. Foto: Lange

Unter den aufmerksamen Blicken von Ortsbrandmeister Jan Lafrenz sowie der Übungsleitung arbeiteten die Kräfte die Notfallkette strukturiert und zügig ab. An erster Stelle stand die unmittelbare Menschenrettung aus dem verrauchten Gebäude unter schwerem Atemschutz. Parallel wurde der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt. Zudem bereiteten sich Spezialkräfte in Chemikalienschutzanzügen (CSA) auf die Erkundung der chemischen Stoffe vor.

Die Übung bot zugleich Gelegenheit, die interkommunale Zusammenarbeit zu vertiefen. Als fester Bestandteil des gemeinsamen Gefahrgutzuges war auch die Feuerwehr Hechthausen im Einsatz. So konnten taktische Elemente, Kommunikationswege und die Zusammenarbeit unter realitätsnahen Bedingungen trainiert werden.

In der anschließenden Nachbesprechung zogen die Verantwortlichen ein durchweg positives Fazit. Die Gefahren seien richtig erkannt, fundiert bewertet und konsequent bekämpft worden. Erkannte Optimierungspotenziale wurden direkt analysiert - nach dem Grundsatz, Fehler im Training zu erkennen und abzustellen, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. (jl)

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