Hemmoor trotzt Finanzdruck: Was passiert mit den Grundschulen an der Oste?
Obwohl die Samtgemeinde Hemmoor finanziell unter Druck steht, rückt sie nicht von Investitionen in ihre vier Grundschulen ab. Neben Modernisierungsmaßnahmen geht es an der Althemmoorer Schule auch darum, dort eine Ganztagsbetreuung zu garantieren.
Nicht nur die Samtgemeinde Hemmoor ist bei der Ausgestaltung der Ganztagsbetreuung und der Schaffung des dafür notwendigen räumlichen Angebotes gefordert. Der vom Gesetzgeber formulierte Auftrag ist eindeutig: An allen niedersächsischen Grundschulen soll es vom Schuljahr 2026/2027 an die Möglichkeit geben, dass Grundschüler auch in den Nachmittagsstunden eine Betreuung erhalten. "Mit dem Ganztagsförderungsgesetz soll eine Betreuungslücke geschlossen werden, die für viele Familien mit der Einschulung nach der Kita-Zeit wieder aufklafft. Mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 sollen zunächst alle Schülerinnen und Schüler der ersten Klassenstufe einen Anspruch auf einen Ganztagsplatz haben. Dieser Anspruch wird in den nachfolgenden Jahren um jeweils eine Klassenstufe ausgeweitet", so das niedersächsische Kultusministerium.
Betreuung, aber keine Beschulung
Eltern, die davon ausgehen, dass dies eine Beschulung bis in den Nachmittag hinein bedeutet, täuschen sich allerdings. Es geht um eine "Betreuung", die je nach Schule individuell erfolgen kann (zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Vereinen).
In Hemmoor-Basbeck, Hechthausen und Osten gibt es bereits die Ganztagsbetreuung, aber am Schulstandort in Althemmoor bislang nicht. Doch das soll sich ändern. Zunächst hatte die Samtgemeinde noch geplant, mit provisorischen Lösungen zu arbeiten, doch nunmehr ist vorgesehen, unter anderem die benötigte Mensa und ein Lehrerzimmer zügig zu bauen, um 2026 startklar zu sein. Entsprechende planerische Vorbereitungen laufen. Aufgabe der Schulleitung ist es, ein tragfähiges Betreuungskonzept auf die Beine zu stellen.
Dass dies kein Selbstläufer ist, hatte unlängst der Niedersächsische Städtetag nach einer Präsidiumssitzung verdeutlicht. Es werde nicht möglich sein, bis 2026 alle niedersächsischen Grundschulen mit Mensen und Aufenthaltsräumen auszustatten. Es fehle unter anderem an Personal und finanziellen Mitteln.
Im schulischen Bereich ist das Vorhaben in Althemmoor nicht die einzige Maßnahme, die die Samtgemeinde Hemmoor als Schulträger in Angriff nehmen will. So sollen an allen vier Grundschulen die sanitären Anlagen, die völlig veraltet sind, modernisiert werden.
Hechthausen ganz vorne in der Liste
Zunächst ist die Schule in Hechthausen an der Reihe. Dort hatte es - wie berichtet - deutliche und öffentlich formulierte Kritik aus der Elternschaft gegeben. Nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Jan Tiedemann ist vorgesehen, dass die Sanierung der Toilettenanlagen in den Herbstferien erfolgt. Bis zum Ende der Sommerferien werde die laufende Dachsanierung der Grundschule und der Turnhalle auf dem Gelände der Hechthausener Grundschule abgeschlossen sein.

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