Ein Blick vom Parkplatz der ehemaligen "Gärtnerei Wiebusch" in Hemmoor-Basbeck reicht nicht, um zu erfahren, wie groß das rückwärtige Gelände tatsächlich ist. Foto: Schröder
Ein Blick vom Parkplatz der ehemaligen "Gärtnerei Wiebusch" in Hemmoor-Basbeck reicht nicht, um zu erfahren, wie groß das rückwärtige Gelände tatsächlich ist. Foto: Schröder
Grünes Licht, aber mehr Details

Kompromiss bei Planung von "Stadtvillen"-Wohngebiet in Hemmoor

von Egbert Schröder | 20.03.2026

Bei der möglichen Erschließung eines Wohngebietes an der Bahnhofstraße im Hemmoorer Stadtteil Basbeck ist ein Kompromiss erzielt worden. Danach sah es im Fachausschuss des Stadtrates noch nicht aus.

Der Eigentümer hat zunächst grundsätzlich grünes Licht für seine weiteren Planungsschritte erhalten. Aber er muss in wenigen Wochen ein Gesamtkonzept präsentieren, aus dem hervorgeht, was auch perspektivisch dort entwickelt werden soll.

Wie berichtet, hatte es im Fachausschuss noch einige unbeantwortete Fragestellungen gegeben. Das Gremium verzichtete daher auch auf eine Beschlussempfehlung für den Stadtrat, der am Donnerstagabend tagte. Der Grundstückseigentümer hatte ursprünglich geplant, auf einer knapp 8000 Quadratmeter großen Fläche eine Pflegeeinrichtung zu bauen. Davon nahm er aber wieder Abstand, da ein solcher Neubau aus "wirtschaftlichen Gründen nicht mehr tragfähig" sei.

Stattdessen möchte er eine Korrektur des rechtskräftigen Bebauungsplanes, um dort nun mehrere Wohneinheiten anbieten zu können; von "Stadtvillen" ist die Rede. Im Fachausschuss wurde dieses Vorhaben aus verschiedenen Richtungen beleuchtet (wir berichteten). Dabei tauchte auch die Frage auf, was denn mit dem rückwärtigen Gelände geschehen soll. In diesem Zusammenhang ging es insbesondere um den Aspekt, wie eine Verkehrserschließung erfolgen kann.

Die Ausschussmitglieder wollten mehr über das Vorhaben erfahren. Weitere Details gab es dann anscheinend in mehreren Gesprächen, die Stadtdirektor Jan Tiedemann mit dem Eigentümer und auch den Anliegern zwischenzeitlich bis zur Ratssitzung am Donnerstagabend geführt hatte. 

Letzten Endes verständigte sich der Rat auf einen Kompromissvorschlag, dass ein sogenannter "Aufstellungsbeschluss" gefasst wird, der quasi den Startschuss für ein förmliches Bebauungsplanverfahren ist. Dieser erste Schritt bedeutet nicht, dass sich der Rat schon festlegt. Das ermöglicht dem Investor aber nun, seine Pläne zu konkretisieren und weiter voranzutreiben. Gleichzeitig stellte der Rat jedoch klar, dass er zeitnah über weitere Details informiert werden möchte und es ein "städtebauliches Gesamtkonzept" geben muss. Dazu soll eine weitere Sitzung des Fachausschusses dienen, an der auch der Investor teilnimmt.

Mehrfach unterstrichen Ratsmitglieder, dass es ihnen nicht darum gehe oder im Ausschuss nicht darum gegangen sei, einen Investor auszubremsen.

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