Es gibt viele Kunstwerke, die Frijo Müller-Belecke - unser Foto entstand bei einer Ausstellung in Hemmoor - im Elbe-Weser-Raum gestaltet hat. Archivfoto:  Schröder
Es gibt viele Kunstwerke, die Frijo Müller-Belecke - unser Foto entstand bei einer Ausstellung in Hemmoor - im Elbe-Weser-Raum gestaltet hat. Archivfoto: Schröder
Frijo Müller-Belecke

"Die Reisenden": Neues Kunstwerk für Hemmoor

von Egbert Schröder | 13.05.2026

Der Hemmoorer Künstler Frijo Müller-Belecke hat nicht nur im Elbe-Weser-Raum, sondern weit darüber hinaus Spuren hinterlassen. Ein weiteres Kunstwerk kommt hinzu: "Die Reisenden".

"Ich möchte mit meiner Kunst die gestressten Menschen für einen Moment aus der Hektik unserer Zeit reißen", hatte der 2008 verstorbene Hemmoorer seinen Anspruch an seine künstlerische Arbeit formuliert. Er hat Dutzende Kunstwerke geschaffen, die inzwischen wie selbstverständlich zum Erscheinungsbild von Städten und Dörfern gehören. Dazu zählen unter anderem die "Fischfrau" in Stades Altstadt, "Mönch und Esel" in Bücken/Hoya, aber auch der Stadtbrunnen in Schneverdingen und die "Deichbauer", die Voß-Büste und der "Utröper" in Otterndorf.

In Hemmoor hat Müller-Belecke den Wolf vor der gleichnamigen Apotheke im Stadtzentrum und auch den "Zementpacker" gestaltet. Auf diese Skulptur hatten es Metalldiebe abgesehen, die sie zerteilten und dann verscherbelten. Dank des Hemmoorer Geschichts- und Heimatvereins und Sponsoren gelang es, aus den Einzelteilen eine Nachbildung zu kreieren und diese im Dezember vergangenen Jahres vor dem Rathaus aufzustellen (wir berichteten).

Der Geschichts- und Heimatverein sorgt auch jetzt dafür, dass eine weitere Idee des Hemmoorer Künstlers Frijo Müller-Belecke umgesetzt wird. Es geht um den Entwurf, den er unter dem Arbeitstitel "Die Reisenden" angefertigt hatte. Es zeigt einen Mann und eine Frau gemeinsam mit einem Kind, die im Aufbruch sind und einen Koffer bei sich führen. Die Dynamik des Entwurfs soll in einer zweidimensionalen Stahlplatte deutlich werden, die der Geschichts- und Heimatverein anfertigen lässt. Das Kunstwerk ist rund drei Meter lang und 1,80 Meter hoch und soll in der Nähe des Bahnhofs platziert werden. 

Die Finanzierung ist gesichert: Die "Weser-Elbe Sparkasse" stellt "zweckgebunden" 10.000 Euro zur Verfügung, um das Kunstprojekt zu realisieren. Wann es aufgestellt wird, ist noch unklar. Klar ist jedoch, dass es unmittelbar am Bahnhof platziert werden soll.

Im städtischen Fachausschuss ging es vor wenigen Tagen aber noch um die Frage, wie man das Kunstwerk bestmöglich sichert, damit die Stahlplatte nicht auch noch das Ziel von Metalldieben wird.

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