Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das etwa zehn Meter lange Boot bereits in Vollbrand. Die Feuerwehrkräfte begannen unverzüglich mit den Löscharbeiten, ausgerüstet mit schwerem Atemschutz. Foto: Feuerwehr
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das etwa zehn Meter lange Boot bereits in Vollbrand. Die Feuerwehrkräfte begannen unverzüglich mit den Löscharbeiten, ausgerüstet mit schwerem Atemschutz. Foto: Feuerwehr
Brand an der Oste

Stundenlanger Großeinsatz in Hemmoor: Boot steht lichterloh in Flammen

29.12.2024

Ein Großbrand in Hemmoor hielt am Freitagnachmittag rund 50 Einsatzkräfte in Atem: Ein zehn Meter langes Boot auf einem Trailer stand lichterloh in Flammen.

Ein Großbrand beschäftigte am Freitagnachmittag die Feuerwehren in Hemmoor und Umgebung. Gegen 16.50 Uhr meldete ein Anwohner der Hafenstraße auf dem ehemaligen Hafengelände ein etwa zehn Meter langes, auf einem Trailer stehendes Boot, das in Vollbrand geraten war. Die Einsatzkräfte waren viereinhalb Stunden mit den intensiven Löscharbeiten beschäftigt.

Schnelles Eingreifen der Feuerwehren

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Feuerwehrkräfte am Einsatzort ein. Zu diesem Zeitpunkt stand das Boot, dessen Brandursache bislang ungeklärt ist, bereits lichterloh in Flammen. Umgehend begannen die Einsatzkräfte damit, Schlauchleitungen von wasserführenden Fahrzeugen zum Brandobjekt zu verlegen. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz nahmen den Angriff auf die Flammen über Schnellangriffsrohre auf.

Zusätzlich wurden weitere Schlauchleitungen von einem nahegelegenen offenen Gewässer gelegt. Aufgrund der Nähe zur Kaimauer und dem direkten Zugang zur Oste wurde die Feuerwehr Osten mit ihrem Rettungsboot zur Absicherung der Einsatzkräfte alarmiert. Zudem kam die Feuerwehr Basbeck mit ihrer Spezialplattform für Lkw-Unfälle zum Einsatz, um eine zusätzliche Löscharbeitsstelle zu schaffen.

Zahlreiche Einsatzkräfte kämpften über mehrere Stunden unter schwerem Atemschutz gegen die Flammen. Foto: Feuerwehr

Hohe Brandlast erschwert Arbeiten

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da die hohe Brandlast des Bootes eine massive Schaumlöschaktion erforderlich machte. Mithilfe einer Rettungssäge wurde die Außenhaut des Bootes geöffnet, um an die Glutnester zu gelangen. Wärmebildkameras halfen dabei, versteckte Brandherde aufzuspüren, die anschließend gezielt abgelöscht wurden.

Viereinhalb Stunden im Einsatz

Erst gegen 21.30 Uhr konnten die Nachlöscharbeiten abgeschlossen und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt werden. Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Am Boot entstand jedoch ein hoher Sachschaden, dessen genaue Höhe noch nicht feststeht.

Rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehren Warstade, Althemmoor, Osten und Basbeck waren an den Löscharbeiten beteiligt. Unterstützt wurden sie von Gemeindebrandmeister Björn Müller, dessen Stellvertreter Malte Schimmelpfennig, der Polizei Hemmoor sowie einem Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde des Landkreises Cuxhaven. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Von Jürgen Lange

Mithilfe der Rettungsplattform der Feuerwehr Basbeck konnte das Feuer effektiv aus erhöhter Position bekämpft werden. Foto: Feuerwehr

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