Höchste Ehrung für Jürgen Hinck aus Hemmoor
Im Hemmoorer Stadtrat wurden etliche Kommunalpolitiker und -politikerinnen geehrt oder verabschiedet. Darunter befand sich auch Jürgen Hinck. Der Sozialdemokrat erhielt eine außergewöhnliche Auszeichnung.
Na, wenn das kein gutes Geschäft für die Floristen war: Auf der Sitzung des Hemmoorer Stadtrates wurden etliche Blumensträuße verteilt - und zwar an Politikerinnen und Politiker, die zum Teil seit Jahrzehnten in den Ratsgremien mitmischen, die nicht wieder gewählt oder bei der Kommunalwahl nicht erneut angetreten waren, oder an Ratsmitglieder, die sich besonders verdient um die Stadt gemacht haben. Herausragend war an diesem Abend sicherlich die Ehrung für Jürgen Hinck (SPD): Er erhielt für 40-jährige Ratsarbeit die höchste Auszeichnung, die der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund vergibt.
Am Ende war die Zahl der Ratsmitglieder, die keine Blumen als kleines Dankeschön erhalten hatten, deutlich geringer als die der Geehrten. Neben den Laptops und Aktenordnern lagen reihenweise Blumensträuße auf den Tischen, die neben lobenden Worten an diesem Abend verteilt worden waren.
Der Hemmoorer Stadtdirektor Jan Tiedemann war besonders gefragt, denn er agierte nicht nur als Verwaltungschef, sondern auch als Geschäftsführer des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes im Cuxland und zeichnete gleich acht Ratsmitglieder für ihr Engagement aus. Die bronzene Ehrennadel des Verbandes bekamen Axel Degwitz, Hendrik Golkowski, Jan Lafrenz und Sabine Wist für ihre 15-jährige Ratsarbeit, Jutta Popp freute sich über die silberne Ehrennadel (20 Jahre) und Dirk Karsten sowie Birgit Meyn-Horeis waren bislang 25 Jahre in einem Ratsgremium vertreten (Ehrennadel in Gold).
Getoppt wurden diese Leistungen nur noch von Jürgen Hinck, der in Hemmoor als ein personifiziertes Lexikon galt und gilt, wenn es insbesondere um Bebauungspläne, Bauleitplanungen und andere Grundlagen der städtischen Entwicklung geht. Mit all seiner Routine und Fachkenntnis war er im Rat immer ein Garant für fundierte Aussagen - nicht nur in diesen Bereichen. Und wer vier Jahrzehnte in einem Rat vertreten ist, kann und darf sich auch über die höchste Auszeichnung des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes freuen: die sogenannte "Große Verbandsurkunde".
Doch damit riss die Reihe der Ehrungen nicht ab. So wurden Jutta Popp und Johannes Schmidt die silberne Ehrennadel der Stadt Hemmoor verliehen, da sie 20 Jahre (Popp) oder sogar 22 Jahre (Schmidt) im Rat vertreten waren.
Zudem gab es anerkennende Worte (und natürlich einen Blumenstrauß …) für Politikerinnen und Politiker, die dem neuen Stadtrat nicht mehr angehören werden. Dazu zählen Reiner Ahlf, Meike Buck, Rita Dankers, Axel Degwitz, René Fels, Susanne Hadeler-Müller, Thomas Heinbokel, Jürgen Hinck, Jens Kleen, Rainer Kupke, Birgit Meyn-Horeis, Jutta Popp, Tobias Söhl, Johannes Schmidt und Michael Zeisberg.
Keine klare Mehrheit im Stadtrat
Der neue Hemmoorer Stadtrat wird sich übrigens am 12. November um 19 Uhr konstituieren. Zurzeit laufen hinter den Kulissen Gespräche hinsichtlich der künftigen Konstellationen und Kooperationen. Unklar ist vor diesem Hintergrund auch, wer Bürgermeisterin oder Bürgermeister der Ostestadt in den kommenden fünf Jahren sein wird.
Die Mehrheitsverhältnisse im neuen Stadtrat sind alles andere als klar: Stärkste Kraft ist die SPD (7 Mandate), danach folgen die CDU (6) sowie die Grünen, die AfD und die UWäH mit jeweils zwei Sitzen und das Bürgerforum (ein Sitz).
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