Meik Horeis aus Ihlienworth "brennt" für den Sport und das Plattdeutsche
Meik Horeis aus Ihlienworth spielte Fußball, betreibt jetzt Tennis und ist beim örtlichen Sportverein in mehreren Funktionen tätig. Auch für die Sportjugend im Kreissportbund Cuxhaven ist er aktiv. Eine weitere Leidenschaft ist Plattdeutsch.
Von Arno Grewe
Langeweile? Nein, die stellt sich bei ihm nur selten ein, lächelt Meik Horeis. Im Beruf und in seiner Freizeit ist der 53-jährige Ihlienworther regelmäßig aktiv und fühlt sich dabei richtig wohl. Verheiratet und Vater von zwei Töchtern, strahlt er eine große Portion Ruhe aus.
Sport wird bei Meik Horeis groß geschrieben. "Schon seit Kindertagen treibe ich regelmäßig Sport", verrät der in Ihlienworth aufgewachsene Meik Horeis, Jahrgang 1970. Und die Palette der Sportarten ist dabei breit gefächert. "Nach 35 Jahren Leidenschaft als aktiver Fußballer schmerzte dann doch mein Knie", erzählt er, "deshalb wechselte ich zum Tennis und biete beim TSV Ihlienworth einmal in der Woche 'Tennis für jedermann' an."
Bei seinem Heimatverein ist Meik Horeis der stellvertretende Vorsitzende und als Sportwart tätig. Er besitzt zudem die Übungsleiter-C-Lizenz und bietet regelmäßig das Kinderturnen für Sechs- bis Zwölfjährige an. "Das Ganze nennt sich 'Spie-Lei-Tu' und steht für Spielen, Leichtathletik und Turnen", erklärt Meik Horeis das Angebot. Auch für die Abnahme des Sportabzeichens zeichnet Meik Horeis gemeinsam mit einer Kollegin verantwortlich. "Das junge, engagierte Team im TSV Ihlienworth möchte ich natürlich erwähnen. Ohne dieses würde das alles nicht funktionieren", hebt Meik Horeis hervor.
"Vor Jahren bin ich mal von Petra Botter angesprochen worden, ob ich nicht Lust hätte, an einer Jugendfreizeit auf Langeoog teilzunehmen", schildert Meik Horeis ein Lieblingsthema von ihm. Er hatte Lust und so fährt er seit mittlerweile knapp 30 Jahren mit der Sportjugend Cuxhaven, der Jugendorganisation des Kreissportbundes, einmal im Jahr in den letzten zwei Wochen der Sommerferien mit einer Gruppe Jugendlicher auf die Nordseeinsel.
In diesem Jahr nehmen an dem Langeoog-Trip insgesamt 28 Jugendliche und fünf Betreuer teil. "Wir schließen uns mit anderen Gruppen, etwa der Sportjugend Stade, zusammen und bilden dort ein großes Zeltlager", schildert Meik Horeis den Ablauf. Viele Aktivitäten stehen dann während der 14 Tage inmitten des gesunden Nordseeklimas auf dem Programm. Ein Aspekt auf Langeoog gefällt Meik Horeis auch sehr: "Meine beiden Töchter Ida und Lotta, die schon seit Jahren mitfahren, sind mittlerweile selber als Betreuerinnen dabei." Obwohl er während der Jugendfreizeit "viel auf den Beinen" sei, fällt sein Fazit äußerst positiv aus: "Das ist für mich jedes Mal wie ein Jungbrunnen", lächelt Meik Horeis. "Ich komme nach Hause und bin erholt."
Sport spielt auch im Beruf von Meik Horeis eine nicht unwesentliche Rolle. "An der Grundschule Bederkesa bin ich Lehrer für verschiedene Fächer", erzählt er und fügt hinzu: "Und im Besonderen Sportlehrer." So ist er an seiner Schule für die Organisation des Schwimmfestes verantwortlich. Meik Horeis ergänzt: "Seit 20 Jahren bilde ich zudem Sportlehrer für Grund-, Haupt- und Realschulen im Studienseminar Cuxhaven aus." Dabei kommt ihm eine weitere Fähigkeit - man kann auch hier von einer Leidenschaft sprechen - zugute: die plattdeutsche Sprache.
Meik Horeis erklärt den Hintergrund: "Im Studienseminar Cuxhaven biete ich seit Jahren die Zusatzqualifikation 'Niederdeutsch' an. Im Jahr 2007 war ich sogar der Erste im Land Niedersachsen mit diesem Angebot", sagt er mit ein wenig Stolz. Dies sei wichtig, bekräftigt er, da "Regionalsprachen mit in den schulischen Bereich mit eingebunden werden müssen". Die Fähigkeiten seiner Schüler in diesem Bereich kann Meik Horeis jedes Jahr überprüfen, denn er organisiert an der Grundschule Bederkesa den plattdeutschen Vorlesewettbewerb.
Womit auch ein weiteres Hobby von Meik Horeis zur Sprache kommt: Seit dem Jahr 2008 ist er aktives Mitglied der plattdeutschen Theatergruppe des DRK Ihlienworth und dort auch für die Homepage der Gruppe zuständig. "Im Laufe der Jahre habe ich viele unterschiedliche Rollen gespielt: vom jugendlichen Liebhaber bis zu einer weiblichen Rolle", schmunzelt Meik Horeis. "Im August und September üben wir und im Oktober starten wir dann mit den Aufführungen des neuen Stücks", skizziert er den zeitlichen Ablauf.
"Es ist wirklich toll, dass ich das Glück habe, dass ich meine Hobbys Sport und Plattdeutsch zum Beruf machen kann", strahlt der 53-Jährige. Glücklich ist Meik Horeis auch mit seiner Frau Mirja, einer gebürtigen Rendsburgerin. 2005 fand die Hochzeit statt, dann kamen die beiden erwähnten Töchter Ida und Lotta auf die Welt. Mirja Horeis muss lachen: "Typisch war auch, dass unser erstes Date im Jahr 2000 beim Squash war." Wahrscheinlich hat sich das junge Paar dabei auch auf Plattdeutsch unterhalten, äußert Meik Horeis mit einem Grinsen seine blasse Erinnerung.