Besonders beliebt waren die Stehplätze am Medemufer. Den besten Blick auf die Abfahrt der neuen Sietland-Kähne hatten allerdings die „Brückengucker“. Fotos: Fischer
Besonders beliebt waren die Stehplätze am Medemufer. Den besten Blick auf die Abfahrt der neuen Sietland-Kähne hatten allerdings die „Brückengucker“. Fotos: Fischer
Himmelfahrt

Sietländer Kahnfest in Ihlienworth: Traditionsveranstaltung mit besonderem Highlight

von Tim Larschow | 10.05.2024

Es ist schon Tradition, dass am Himmelfahrtstag auf dem Ihlienworther Marktplatz neben der Alten Hauptschule direkt an der Medem eine festliche Budenstadt aufgebaut wird. Bei einem Programmpunkt knallten die Sektkorken. 

Die Veranstalter - das sind die Gemeinde und die örtlichen Vereine und Verbände - haben wieder ein tolles Programm auf die Beine gestellt.

Um 13.30 Uhr wurde die Veranstaltung mit einem Freiluftgottesdienst von Pastor Klaus Volkhardt aus Bülkau eröffnet. Für die musikalische Begleitung sorgte der Posaunenchor, der mit dem Lied "Leinen Los" zum nächsten Programmpunkt überleitete - der Taufe der drei neuen Sietlandkähne.

Die "Stars" der Veranstaltung waren die neuen Kähne

Sie waren die "Stars" des diesjährigen Kahnfestes und wurden traditionell vor dem Start der ersten Fahrten getauft. Auf das Zerschmettern der Sektflasche am Schiffsrumpf wurde allerdings verzichtet. Der Flascheninhalt wurde von den drei jungen Taufpatinnen und Taufpaten einfach auf das Deck der neuen Kähne geschüttet. 

Die Kähne wurden im Rahmen des Förderprojektes "Schaffung, Erweiterung, Ausbau und Verbesserung von kleinen Basis- und Attraktivitätsinfrastrukturen sowie Freizeitinfrastruktur" angeschafft. Dahinter steckt das EU-Förderprogramm Zile (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung).

Die Idee zum Sietländer Kahnfest entstand vor 24 Jahren vor dem Hintergrund der Frage, wie der Wasser-Tourismus in der Gemeinde Ihlienworth vorangebracht werden kann. Mit EU-Fördermitteln wurden damals die ersten flachbodigen Wasserfahrzeuge angeschafft. Damit war auch der Gedanke zum Kahnfest geboren. Außerdem wurden Anleger und Aussichtstürme errichtet.

Die Stege und Aussichtstürme wurden zwar regelmäßig kontrolliert und gewartet, befanden sich aber aufgrund ihrer Holzbauweise und ihres Alters in einem schlechten Zustand. Deshalb wurden unter anderem neun Stege komplett erneuert. Nach der erfolgreichen Taufe durch Pfarrer Volkhardt wurden die "Medem II", die "Aue II" und die "Gösche II" offiziell in Betrieb genommen und sollen Einheimische und Touristen mindestens genauso lange begeistern wie ihre Vorgänger.

Auf das Zerschlagen der Sektflasche am Schiffsrumpf wurde verzichtet. Der Flascheninhalt wurde einfach auf das Deck der neuen Kähne geschüttet. Foto: Fischer

Viele Vorführungen auf dem Dorfplatz

Im Anschluss an die Taufe fand die Kanu-Juxstaffel statt. Für die Sicherheit sorgte dabei die DLRG-Ortsgruppe der Samtgemeinde Bederkesa. Wem das Spektakel zu aufregend war, konnte stattdessen eine Fahrt mit dem Sietlandkahn auf der Medem unternehmen. 

Auf dem Dorfplatz vor der Alten Schule löste parallel eine Vorführung die andere ab. Die Moderation der Tanz- und Sporteinlagen übernahmen Horst-Christian Deck und Jürgen Schwanemann. Außerdem gab es eine Tombola mit vielen tollen Preisen. Hauptgewinn war eine Tagesreise auf die Insel Helgoland.

Wer das Fest verpasst hat, kann einfach in den kommenden Monaten einen Ausflug in die Natur planen. Von Juli bis September finden jeden Donnerstag um 14 Uhr einstündige Fahrten statt, von Mai bis September auch an den Sonnabenden, an denen der Landfrauenmarkt stattfindet. Darüber hinaus sind von April bis September täglich Fahrten nach Voranmeldung möglich. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 15 Personen. Die Fahrten führen auf der Medem und anderen Wasserläufen vorbei an der Totentreppe, dem Schöpfwerk und durch den kleinen Ort.

Das Sietländer Kahnfest lockt am Himmelfahrtstag nach Ihlienworth: Die Veranstalter boten am ein umfangreiches Programm - an Land und auf dem Wasser. Foto: Fischer

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