Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens will Extremismus im öffentlichen Dienst nicht dulden. Foto: Schröder
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens will Extremismus im öffentlichen Dienst nicht dulden. Foto: Schröder
Kampf gegen Extremismus

Innenministerin im Kreis Cuxhaven: Keine Extremisten im öffentlichen Dienst

von Egbert Schröder | 28.04.2026

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hat dem Extremismus den Kampf angesagt: Noch in dieser Woche werde die Grundlage geschaffen, um Beschäftigte, die den Boden der Demokratie verlassen hätten, aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen.

Die Ministerin kündigte auf einer Versammlung ihrer Partei im Cuxland an, dass es in der Parlamentswoche einen "wichtigen Schritt geben wird, um unsere Demokratie zu stabilisieren". So würden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass "nur verfassungstreue Demokratinnen und Demokraten im öffentlichen Dienst unterwegs sein werden".

Daher werde das Disziplinargesetz verändert, um Extremismus zu begegnen. "Das bedeutet: entlarven, entlassen, entwaffnen", sagte sie unter dem Beifall der Parteimitglieder in Cuxhaven. Es habe in der Vergangenheit vereinzelt Fälle gegeben, dass Landesbedienstete der Rechtsextremismus- und Reichsbürger-Szene angehört hätten. Dies wolle man durch die Gesetzesnovelle verhindern.

Doch damit nicht genug. Zudem kündigte die Innenministerin an, dass es auch zu einer Änderung des Kommunalwahlgesetzes kommen solle. Im Fokus stehe dabei die Möglichkeit, dass kommunale Wahlausschüsse  bei einem erhärteten Verdacht, dass ein Kandidat für ein Oberbürgermeister- oder Bürgermeisteramt möglicherweise der Extremismus-Szene angehört, auch den Verfassungsschutz einschalten können. (es)

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Egbert Schröder

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