Am Sonntag können Jugendliche in der Börde ihre Stimme für ihr Parlament geben
Erstmals wird in der Samtgemeinde Börde Lamstedt ein Jugendparlament gewählt. Neun junge Kandidaten treten an, um die Interessen ihrer Generation zu vertreten und aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuwirken.
Zum ersten Mal wird in der Samtgemeinde Börde Lamstedt ein Jugendparlament gewählt. Die Wahl findet am Sonntag, 8. Februar, von 11 Uhr bis 17 Uhr im Bördehuus (Charly-Fischer-Weg 4) in Lamstedt statt. Eine weitere Wahlurne wird vom Montag, 9. Februar, bis zum Freitag, 13. Februar, im Gymnasium Warstade aufgestellt.
Zur Wahl haben sich insgesamt neun Kandidaten und Kandidatinnen im Alter von elf bis neunzehn Jahren aufstellen lassen. Der elfjährige Jannes Degener aus Lamstedt-Nindorf möchte sich gerne ins Jugendparlament wählen lassen, da er dazu beitragen möchte, dass die Gemeinschaft gemeinsam wächst.
Hendrik Beese, ebenfalls aus Lamstedt-Nindorf und zwölf Jahre alt, möchte ins Jugendparlament gewählt werden, da er es wichtig finde, dass die Kinder und Jugendlichen gehört werden. Er werde sein Bestes geben, um "diese Stimmen zu verstärken, zum Beispiel durch die Entwicklung von Sport- und Freizeitaktivitäten."
"Mitreden ist besser als Zuschauen"
"Ich möchte ins Jugendparlament der Samtgemeinde Börde Lamstedt gewählt werden, weil Mitreden besser ist als Zuschauen", sagt die 15-jährige Wencke Herud aus Lamstedt.
Katharina Hauschild möchte ins Jugendparlament gewählt werden, da sie Jugendlichen eine Stimme geben und Lamstedts Zukunft mitgestalten möchte, so die 16-Jährige aus Lamstedt.
Merle Herdejürgen, die ebenfalls sechzehn Jahre alt ist und aus Lamstedt kommt, möchte gerne im Namen der Jugendlichen in der Samtgemeinde mitwirken und stellt sich deshalb für die Wahl ins Jugendparlament.
Aktiv an Entscheidungen mitwirken
"Ich möchte ins Jugendparlament der Samtgemeinde Börde Lamstedt gewählt werden, weil ich die Interessen junger Menschen ernst nehme, ihre Stimmen stärken und aktiv an Entscheidungen mitwirken möchte, die unsere Zukunft in der Samtgemeinde betreffen", sagt die 17-ährige Lamstedterin Livia Siebrecht.
Der 17-jährige Jannes Renger aus Lamstedt möchte bei einer Wahl in das Jugendparlament öffentliche Freizeitplätze fördern und verbessern.
Der gleichaltrige Joscha Wehber aus Lamstedt möchte in das Jugendparlament gewählt werden, weil er "mehr Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in der Börde schaffen möchte."
"Die Kinder müssen die Eltern erziehen"
Wilko Heiduschat möchte im Jugendparlament der Samtgemeinde Börde Lamstedt mitarbeiten, da er findet, dass die Jugend eine Vertretung in der Politik brauche, die sich bewusst ist, welche Möglichkeiten es gebe und welche fehlen würden, um die Interessen der Jugend in Lamstedt durchzusetzen. Der 19-Jährige sagt, dass die Interessen der Jugend nicht nur bei den Themen Schule und Freizeit beachtet werden sollten. "Ein zentraler Punkt, der in Lamstedt fehlt, ist die Möglichkeit der politischen Bildung außerhalb des Schulunterrichts. Wer ein System schaffen will, in dem die Interessen der jungen Generation nicht vernachlässigt werden, der muss die junge Generation dazu befähigen, dieses selbst zu schaffen." "Die Kinder müssen die Eltern erziehen", habe schon Karl Marx gesagt, so der Lamstedter in seiner Bewerbung.
Alle wahlberechtigten Jugendlichen sind eingeladen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und die Interessen der jungen Generation mitzugestalten. (Von Amelie Rutzen)