Gelungene und runde Sache in Lamstedt: 76. Hadler Feuerwehrtage
Die 76. Hadler Feuerwehrtage in Lamstedt waren ein voller Erfolg. Unter der Leitung von Meik Kramer und Torben Offermann überzeugten Organisation und Wettbewerbe trotz wechselhaften Wetters.
Für Meik Kramer und Torben Offermann war es eine Feuertaufe. Zum ersten Mal standen der neue Brandschutzabschnittsleiter sowie der neue Lamstedter Ortsbrandmeister in Verantwortung für die Organisation der Hadler Feuerwehrtage, die am Sonnabend und Sonntag in Lamstedt stattfanden. Und diese Herausforderung meisterten sie bravourös und höchst professionell.
Für die wechselhafte, kühle Witterung konnten sie nichts, die war den Eisheiligen geschuldet, die diesmal ihrem Namen alle Ehre machten, aber glücklicherweise am Sonntag weniger Wind und Regenschauer im Gepäck hatten. Für die tolle Organisation fand Maik Kramer nur lobende Worte in Richtung Torben Offermann und seinem Team. Das 135-jährige Bestehen der Ortswehr Lamstedt war willkommener Anlass, dort die 76. Hadler Feuerwehrtage bei der Bördehalle auszutragen. Dazu zeigte sich der geschmückte Ort als Gastgeber von seiner schönsten Seite.

73 Staffeln und Gruppen - darunter 15 Altersgruppen sowie die Gastwehr Holßel - traten in den drei Bereichen Löschangriff, Kuppeln und erstmals Sprechfunk in den Wettstreit. Das Wertungsgremium unter Leitung von Thorsten Söhle blickte mit Argusaugen darauf, dass es fair zuging und jeder Handgriff saß. Das im Kindergarten ausgeführte Sprechfunk-Modul unter Federführung von Peter Gorski stand zum ersten Mal auf der Agenda und bedeutete für die Teilnehmenden und die Wertungsrichter Neuland, konnte aber gut bewerkstelligt werden.
Selbst wenn so mancher Gruppe der Ehrgeiz und der Siegeswille spürbar waren, ging es bei diesen Wettbewerben in erster Linie darum, die Leistungsbereitschaft bei Einsätzen und den großen Kenntnisstand unter Beweis zu stellen. Dass es seinen Feuerwehrleuten nicht an Elan, Engagement und Motivation mangele, stand für Abschnittsleiter Kramer außer Frage, und alle Teilnehmenden gingen für ihn als Sieger hervor: "Denn wer mit Leidenschaft dabei ist, hat schon gewonnen." Nach dem Festumzug durch den Ort - zu den Klängen der Kapelle Popp - war der Jubel beim Appell zur Siegerehrung riesig. Westersode I hatte diese Nase souverän vorn. Die Staffel erzielte 100 Prozent und war am schnellsten unterwegs. Die vorderen Mannschaften lagen dicht beieinander. Unter den ersten acht Plätzen meisterten alle Teams die Aufgaben zu 100 Prozent, sodass letztlich die Zeit ausschlaggebend war.
Das sind die Sieger der Leistungswettbewerbe des Brandschutzabschnitts Cuxhaven-Ost (Land Hadeln):
1. Westersode I, 2. Stinstedt I, 3. Moorausmoor-Neubachenbruch I, 4. Ihlienworth I, 5. Lamstedt II, 6. Ihlienworth III, 7. Ihlienworth II, 8. Abbenseth I, 9. Bülkau II, 10. Osterbruch II.
Altersabteilung: 1. Ihlienworth, 2. Lamstedt, 3. Bülkau, 4. Stinstedt, 5. Steinau.
Beim Kleinkaliber-Pokalschießen beim Schützenverein siegten die Feuerwehr Hollen I vor Wingst-Dobrock II und Donrsode I.
Übrigens: Auch die nächsten Auftragungen dieser Traditionsveranstaltung sind gesichert: "Bis 2035 haben wir Ausrichter für die Hadler Feuerwehrtage gefunden", verkündete ein glücklicher Abschnittsleiter.
Landrat empfahl, nach vorn zu blicken
In seinem Grußwort beim festlichen Empfang appellierte Landrat Thorsten Krüger, selbst bei allen herrschenden Problemen positiv nach vorn zu blicken. Er empfahl, Fehler zu beheben und nach Lösungen zu suchen. Dabei unterstrich er die tragende Rolle der Feuerwehr bei den anstehenden Aufgaben zum Bevölkerungsschutz. Für die Sieger der Wettkämpfe lobte der Landrat als Überraschung Geldpreise zum Wohl der Jugendarbeit aus. Für den ersten Platz versprach er 200 Euro, sowie 100 und 50 Euro für den zweiten und dritten Platz.
Als stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin verdeutlichte Kerstin Tiedemann den großen Wert der Feuerwehren, deren unschätzbare Dienstleistungen sehr kostbar seien: "Sie sind ein elementares Gerüst für ein gutes Miteinander." Auch sie empfahl, lösungsorientiert nach vorn zu schauen, aber manchmal müsse man auch in Berlin und Hannover den Finger in die Wunde legen. Lobende Worte gab es auch von Lamstedts Bürgermeister Manfred Knust für Einsatzbereitschaft, Kameradschaft und ehrenamtliches Engagement. Sein Dank ging besonders an die zahlreichen Vereine und helfenden Hände, die damit ihrer Feuerwehr etwas zurückgeben würden. In Lamstedt werde schließlich Gemeinschaft gelebt.
Besondere Ehrung für Jan Bornemann
Und auch eine besondere Ehrung wurde vorgenommen. Abschnittsleiter Meik Kramer und Landrat Krüger überreichten dem überraschten Brandmeister Jan Bornemann das niedersächsische Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande. Ausdrücklich gelobt wurden Bornemanns langjähriges Engagement, sein Sachverstand, seine Tatkraft, sein Erfindungsreichtum und handwerkliches Geschick. Seit 1982 ist der Lamstedter der Feuerwehr verbunden, seit 19 Jahren in mittlerweile vierter Amtszeit stellvertretender Ortsbrandmeister, und er widmet sich seit mehr als 30 Jahren der Brandschutzerziehung.










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