Große Übung bei Lamstedt: 176 Feuerwehrleute proben den Ernstfall
In Lamstedt stellten 176 Feuerwehrleute bei einer großen Übung des Brandschutzabschnitts Cuxhaven-Ost (Land Hadeln) ihre Schlagkraft unter Beweis. Vier herausfordernde Szenarien wurden unter realistischen Bedingungen durchgespielt.
Der Brandschutzabschnitt Cuxhaven-Ost (Land Hadeln) hat am Sonnabend (12. September 2026) eine Kreisbereitschaftsübung durchgeführt. 176 Feuerwehrleute stellten dabei ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Die Übung am Feuerwehrhaus Lamstedt diente dazu, die Zusammenarbeit aller beteiligten Fachzüge unter realistischen Bedingungen zu prüfen. Bis zum frühen Nachmittag trainierten die Einsatzkräfte vier anspruchsvolle Szenarien.
Unter der Leitung von Meik Kramer, Abschnittsleiter des Brandschutzabschnitts Cuxhaven Ost, wurde eine Großschadenslage simuliert. Ziel war es, Vorbereitung, Verlegung und Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft zu üben und die Abstimmung zwischen den verschiedenen Fachzügen weiter zu verbessern.
Im ersten Szenario mussten die Feuerwehrleute einen Vegetationsbrand in der Heidefläche des Steingartens im Westerberg bekämpfen. Erschwert wurde die Lage dadurch, dass die Unterflurhydranten im Westerberggebiet wegen einer technischen Störung nicht zur Verfügung standen. Das Wasser musste deshalb über lange Wegstrecken gefördert und im Pendelverkehr vom nächstgelegenen Bohrbrunnen in Nordahn, etwa 1000 Meter entfernt, sowie von einem Unterflurhydranten in der Ortslage Lamstedt, rund 2000 Meter entfernt, herangeschafft werden.
Das zweite Szenario galt einer Personensuche im Waldgebiet. Mehrere Kinder waren nach Übungsannahme in die Waldfläche des Steingartens geflohen, als der Vegetationsbrand ausbrach. Die Personalreserve der Kreisfeuerwehrbereitschaft teilte das Suchgebiet systematisch ein und suchte es mit Fußtrupps sowie Drohnen ab. Dabei standen schneller Informationsaustausch, Suchkoordination und die Grenzen der verfügbaren Kräfte in ausgedehnten Waldflächen im Mittelpunkt.
Im dritten Szenario wurde eine Gewässerverunreinigung oberhalb der Mehebrücke bei Hollen angenommen. Der Fachzug Gewässerschutz musste die Verunreinigung eindämmen und beseitigen, bevor sie sich flussabwärts bis in die Oste ausbreiten konnte. Die engen Platzverhältnisse am Einsatzort verlangten präzise Koordination und eine sorgfältige Einsatztaktik.
Zum Abschluss trainierten die Kräfte technische Hilfeleistung nach einem Unfall mit einem Forstfahrzeug im Westerberg. Nach der Übungsannahme war bei Forstarbeiten ein Arbeiter unter Baumstämmen eingeklemmt worden. Der Maschinenführer erlitt einen Schock und musste ebenfalls gerettet werden. Der Fachzug Technische Hilfeleistung übte Sicherungs- und Befreiungstechniken unter realistischen Bedingungen.
Nach Einschätzung der Verantwortlichen zeigte die Übung, dass die Feuerwehren des Abschnitts gut vorbereitet und trainiert sind. Die Zusammenarbeit der Fachzüge, die Leitung durch die Führungsgruppe und das Engagement aller 176 Teilnehmer hätten gezeigt, dass der Brandschutzabschnitt Cuxhaven Ost auch bei außergewöhnlichen Ereignissen und Großschadenslagen koordiniert reagieren könne.
Meik Kramer sagte: "Diese Übung zeigt, dass unsere Feuerwehren nicht nur im Alltag leistungsstärker sind, sondern auch bei außergewöhnlichen Einsätzen hervorragende Zusammenarbeit leisten. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unsere Leistungen ist gerechtfertigt."
Beteiligt waren die Führungsgruppe, der Fachzug Logistik, der Fachzug Personalreserve, der Fachzug Technische Hilfeleistung, der Fachzug Gewässerschutz, der Fachzug Wassertransport und der Fachzug Wasserförderung.
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