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Samtgemeindebürgermeister Frank Thielebeule (links) und Ratsvorsitzender Patrick Pawlowski (rechts) verabschiedeten Georg Martens, der dem Samtgemeinderat 50 Jahre angehörte. Foto: Mangels
Samtgemeindebürgermeister Frank Thielebeule (links) und Ratsvorsitzender Patrick Pawlowski (rechts) verabschiedeten Georg Martens, der dem Samtgemeinderat 50 Jahre angehörte. Foto: Mangels
Abschied aus dem Rat

Land Hadeln: Stehende Ovationen für Georg Martens nach 50 Jahren

von Christian Mangels | 28.10.2026

Ein halbes Jahrhundert lang hat Georg Martens die Kommunalpolitik in der Region geprägt. Nun verabschiedete ihn der Samtgemeinderat Land Hadeln mit stehenden Ovationen. Auch für zahlreiche andere erfahrene Ratsmitglieder war es die letzte Sitzung.

Schreibmaschinen statt Laptops, Papierakten statt digitaler Dokumente: Als Georg Martens 1976 in die Kommunalpolitik einstieg, sah die Ratsarbeit noch ganz anders aus. Ein halbes Jahrhundert später endete für den CDU-Politiker seine Zeit im Samtgemeinderat Land Hadeln. Zum Abschied erhoben sich sämtliche Ratsmitglieder von ihren Plätzen. Es war einer der besonderen Momente einer Sitzung, die am Dienstag von Ehrungen und Verabschiedungen geprägt war.

Martens, früher Bürgermeister des Fleckens Neuhaus, hat die Politik auf Gemeinde-, Samtgemeinde- und Kreisebene über Jahrzehnte mitgestaltet. Nun zeichnete ihn Nicole Friedhoff, Kreisvorsitzende des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB), für 50 Jahre Ratsarbeit mit der Großen Verbandsurkunde aus.

Zuhören, diskutieren und Entscheidungen treffen

Friedhoff erinnerte daran, wie sehr sich die kommunale Arbeit in den vergangenen 50 Jahren verändert hat. Eines aber sei gleich geblieben: "Gute Kommunalpolitik braucht Menschen, die zuhören, diskutieren, Entscheidungen treffen und auch dann Verantwortung übernehmen, wenn es schwierig wird." An Martens gerichtet fügte sie hinzu: "Und genau das hast du fünf Jahrzehnte getan."

Der Geehrte nutzte seine Dankesrede für einen Rückblick auf die gemeinsame Arbeit mit den Samtgemeindebürgermeistern - von Claus Föge bis Frank Thielebeule. Dabei habe für ihn immer eines im Mittelpunkt gestanden: die Infrastruktur voranzubringen. Eine besondere Herzensangelegenheit sei ihm bis heute das Hallen- und Freibad Wingst. "Behaltet das Schwimmbad weiter im Auge. Es muss erhalten bleiben", appellierte er an den neuen Rat. Zugleich erinnerte er daran, die Feuerwehren angesichts der zunehmenden Bedeutung des Zivil- und Katastrophenschutzes nicht aus dem Blick zu verlieren. Mit einem Schmunzeln schloss er seine Rede: "Ich wünsche euch allen, die 50 Jahre im Rat zu erreichen."

Neben Martens schieden weitere langjährige Ratsmitglieder aus: Hans-Peter Weber nach 31 Jahren, Uwe Haase nach 30, Wilfried Fisser nach 25 und Wolfgang Heß nach 20 Jahren. Es folgen Walter Rademacher und Jörg von See (je 15 Jahre), Michael Schlobohm (12), Thomas Bullwinkel (10), Siegfried Anskeit, Arno Looden, Christiane Steffens und Thorsten Unruh (je 5) sowie Imke Dick (1). Weber wurde für seine 31 Jahre zudem mit einer NSGB-Medaille geehrt. Weitere Ehrungen für langjährige Ratsarbeit wurden beziehungsweise werden auf Gemeindeebene vorgenommen. 

Für den Ratsvorsitzenden Patrick Pawlowski war es die letzte Sitzung in dieser Funktion. Dem Gremium bleibt er aber erhalten: Nach Informationen unserer Redaktion soll er Sprecher der CDU/FDP-Gruppe im neuen Rat werden. Pawlowski gedachte auch der während der Wahlperiode verstorbenen Ratsmitglieder und Bürgermeister Detlef Horeis und Manfred Schmitz.

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