Forscher des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) haben die Lebenshaltungskosten in allen 400 Kreisen und kreisfreien Städten untersucht und verglichen. Foto: dpa/Schmidt
Forscher des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) haben die Lebenshaltungskosten in allen 400 Kreisen und kreisfreien Städten untersucht und verglichen. Foto: dpa/Schmidt
Neue Studie

Miete, Energie, Einkaufen: So teuer ist das Leben im Kreis Cuxhaven wirklich

von Christian Mangels | 12.01.2026

Wie teuer ist das Leben im Landkreis Cuxhaven im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands? Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gibt darüber Auskunft.

Das Leben in Deutschlands Großstädten bleibt teuer. Das ergab eine Analyse des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Die Forscher verglichen die Wohn- und Lebenshaltungskosten - darunter Mieten, Strom, Gas und Lebensmittel - in allen 400 Kreisen und kreisfreien Städten. In den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart lagen die Kosten im Mittel rund elf Prozent über dem Bundesschnitt.

München ist Spitzenreiter und bleibt Deutschlands teuerste Stadt. Hier werden fast 24 Prozent mehr für das Leben fällig. Kostspielig ist der Alltag dem Preisindex zufolge auch in Hamburg (plus elf Prozent).

Der Hauptgrund für die hohen Lebenshaltungskosten sind die Mieten. In den sieben größten deutschen Städten zahlen Bewohner durchschnittlich fast 50 Prozent mehr für ihre Wohnung als im bundesweiten Vergleich. Glück haben dabei Mieter mit langjährigen Verträgen - sie profitieren oft noch von günstigeren Konditionen.

"Gelingt es den Kommunen, den Wohnungsbau zu forcieren, können sie das Leben in ihren Städten insgesamt bezahlbarer gestalten", sagt der IW-Forscher Ralph Henger. Der Schlüssel liegt also im Angebot: Mehr Wohnraum könnte die Preisspirale durchbrechen.

Und wie schlägt sich der Landkreis Cuxhaven im bundesweiten Vergleich? Der nördlichste Landkreis Niedersachsens belegt in der Studie Platz 136 von 400. Die Lebenshaltungskosten liegen demnach 4,8 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Und so schneiden die umliegenden Landkreise und die Stadt Bremerhaven ab: Landkreis Stade (minus 0,5 Prozent gegenüber dem bundesweiten Schnitt/Platz 264 von 400), Landkreis Rotenburg (minus 5,1 Prozent/Platz 128), Landkreis Osterholz (minus 3,2 Prozent/Platz 196), Landkreis Wesermarsch (minus 7,5 Prozent/Platz 54), Stadt Bremerhaven (minus 6,5 Prozent/Platz 82).

Holzminden ist günstigster Landkreis in Niedersachsen

Günstigster Landkreis in Niedersachsen ist der Landkreis Holzminden im Süden des Bundeslands. Laut der Studie rangiert er auf Platz 7 von 400 Kreisen. Die Lebenshaltungskosten liegen hier 9,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Nach den Erkenntnissen der Studienautoren hängen die Preise für Mieten, Strom, Gas und Lebensmittel oftmals mit den Einkommen zusammen. Generell gelte: "In den Kreisen mit hohen Lebenshaltungskosten ist meist auch das Durchschnittseinkommen überdurchschnittlich."

Im Landkreis Cuxhaven lag das Median-Bruttomonatsgehalt laut der Untersuchung im Jahr 2024 bei 3537,49 Euro. Das Mediangehalt ist das Durchschnittsgehalt, bereinigt von hohen Ausreißern nach oben und unten. Das Cuxland liegt 11,9 Prozent (476 Euro) unter dem bundesweiten Median in Höhe von 4013,36 Euro.

Schaut man sich die Gehälter in den Nachbarkreisen des Cuxlands an, sticht der Landkreis Wesermarsch heraus. Dort liegt das Bruttomonatsgehalt laut Studie bei 4231,5 Euro im Median. Das ist gegenüber dem bundesweiten Median ein Plus von 5,4 Prozent (218 Euro).

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Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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