Das Wetter-Fazit für Montag im Raum Cuxhaven - Jetzt kommt Tiefdruckgebiet Gunda
Das Wetter beschäftigt weiterhin. Vorhergesagt wurden für den Montag in Cuxhaven und Umgebung Eisglätte bei einsetzendem Regen. Wie ist die Lage wirklich? Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen in der Region? Ein Überblick.
Vorgesagt für den Raum Cuxhaven waren für Montag Eisregen und Eisglätte. Der Unterricht an den Allgemeinbildenden Schulen war bereits am Sonntag vom Landkreis Cuxhaven abgesagt worden. Wer konnte, blieb am Montagmorgen (12. Januar 2026) im Homeoffice.
Cuxland-Küste bleibt von Unwetter verschont
Die Lage entspannte sich im Laufe des Tages merklich. Annika Brieber, Meteorologin im Klimahaus in Bremerhaven, gab Montagnachmittag (16.30 Uhr) Entwarnung: Das angekündigte Unwetter sei am Raum Bremerhaven/Cuxhaven bis auf ein bisschen Niederschlag am Morgen vorbeigezogen: "Weiter südlich sah es anders aus als bei uns an der Küste."
Im Laufe des Tages seien die Temperaturen deutlich in den Plusbereich gestiegen: "Es ist warm genug, dass es nicht mehr glatt wird", beruhigt die Wetter-Expertin und prognostiziert für unser Gebiet für Dienstag (13. Januar 2026) Temperaturen zwischen 4 und 7 Grad, und am Mittwoch klettert das Thermometer sogar auf 5 bis 9 Grad. "Das Tiefdruckgebiet Gunda bringt uns eine Südströmung mit milder, aber feuchter Luft. Es hat mehr Regen im Gepäck", weiß die Meteorologin und spricht von einer insgesamt "grauen Wetterlage".

Auf den Straßen herrschte am Montagmorgen merklich weniger Verkehr. Auch aus polizeilicher Sicht kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen. Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven, teilte auf Nachfrage von cnv-medien.de mit, dass Montagmorgen die Lage auf den Straßen ruhig blieb, selbst wenn es leichten Schneefall gab. Lediglich auf der A27 sei es etwas rutschig gewesen.
Man müsse allerdings abwarten, wie es werde, wenn die Temperaturen, wie vorhergesagt, in den Plusbereich kommen und es dann zu Niederschlägen kommt. Am Montagnachmittag (16 Uhr) konstatierte Stephan Hertz: "Toi, toi, toi - es scheint an uns vorbeigezogen zu sein, es hat bisher nur kurz leichten Nieselregen gegeben." Ganz anders als im Kreis Cuxhaven hingegen hätte es in der Wesermarsch ausgesehen: "Dort war es spiegelglatt." Während die Hauptstraßen nach derzeitigen Stand (16.30 Uhr) gut zu befahren seien, könne es aber weiterhin auf den Nebenstraßen glatt sein, warnte der Polizeisprecher.

Während die Polizei allein bis Freitagabend rund 30 witterungsbedingte Unfälle registrierte, war es dann ab Sonnabend und Sonntag um Längen ruhiger. "Insgesamt hatten wir rund 35 Unfälle", bilanzierte Stephan Hertz.
Einschränkungen bei der Zustellung
Einschränkungen gab es für Zeitungsleser. Da am Sonnabend die Austrägerinnen und Austräger der Niederelbe-Zeitung und Cuxhavener Nachrichten aus Sicherheitsgründen nicht im Einsatz waren, hatten viele von ihnen am Montagmorgen umso mehr zu tun, damit die Leserinnen und Leser die Sonnabend- sowie die Montagsausgabe erhielten.
Mit der Zustellung des Elbe-Weser-Kuriers sei bereits am Sonnabend begonnen worden, aber die Verteilung laufe bis Dienstag, so Michael Fernandes Lomba, Geschäftsführer der Cuxland-Presse-Vertriebsgesellschaft, Hadler Zeitungsvertriebsgesellschaft und Ewa Vertrieb GmbH. Für die Tageszeitungen und Kuriere sind rund 350 Austräger im Einsatz. Leider, so Michael Lomba, haben viele es nicht in ihrer normalen Zeit wegen der Witterungsverhältnisse geschafft, sodass es zu Einschränkungen gekommen sei. "Wir versuchen aber alles, was möglich ist, um die Ausgaben den Haushalten zuzustellen", versichert er.
Notaufnahme Cuxhaven: "Hatten es mit dem regulären Patientenspektrum zu tun"
"Die Lage war insgesamt ruhig und gut organisiert", teilte Lima Jafari-Konermann, Chefärztin der Interdisziplinären Notaufnahme der Helios-Klinik Cuxhaven, mit: "Wir hatten es mit dem regulären Patientenspektrum zu tun, wie wir es auch an vergleichbaren Winterwochenenden kennen." Die Klinik sei am vergangenen Winterwochenende auf die winterlichen Witterungsverhältnisse gut vorbereitet gewesen.

"Der klinische Betrieb in unserer Interdisziplinären Zentralen Notaufnahme lief durchgehend stabil und uneingeschränkt. Sämtliche medizinischen Leistungen konnten wie gewohnt erbracht werden. Ein wetterbedingter signifikanter Anstieg des Patientenaufkommens blieb aus. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die sich in der Notaufnahme vorstellten, bewegte sich im üblichen Rahmen und war jederzeit gut beherrschbar", so Jafari-Konermann. Außergewöhnliche oder auffällige Häufungen von witterungsbedingten Verletzungen, etwa Knochenbrüchen infolge von Glätte, wurden nicht verzeichnet." Behandelt worden seien vor allem typische Beschwerden und Verletzungen, die in der kalten Jahreszeit regelmäßig auftreten. "Schwere Unfallserien oder eine Häufung komplexer Glätteunfälle blieben aus. Offenbar haben viele Menschen die Wetterwarnungen ernst genommen und ihr Verhalten entsprechend angepasst."
Am Krankenhaus Land Hadeln gab es laut Klinik-Geschäftsführerin Jennifer Schroth am Wochenende und am Montag erhöhte witterungsbedingte Verletzungen, die operativ behandelt werden mussten.