Neues Netzwerk im Kreis Cuxhaven: Praxisnahe Einblicke in die Pflege
Ein neues Netzwerk ermöglicht Schülern im Landkreis Cuxhaven praxisnahe Einblicke in die Pflege. Gemeinsame Projekte mit Schulen und Pflegeeinrichtungen führen Jugendliche authentisch an das Berufsfeld heran.
Wie sieht der Arbeitsalltag in der Pflege wirklich aus? Welche Aufgaben und Herausforderungen gehören dazu? Und könnte ein Beruf in der Pflege der richtige Weg für mich sein? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das neue "care4future"-Netzwerk im Landkreis Cuxhaven. Schulen und regionale Pflegeeinrichtungen arbeiten künftig zusammen, um Schülerinnen und Schülern einen authentischen und praxisnahen Zugang zum Berufsfeld Pflege zu ermöglichen.
Vor einigen Tagen wurde die Zusammenarbeit im Rahmen einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung offiziell gestartet. Vertreterinnen und Vertreter von Schulen und Pflegeeinrichtungen kamen zusammen, um das Netzwerk vorzustellen, erste Ideen auszutauschen und den Grundstein für die gemeinsame Arbeit zu legen.
Drei regionale Einrichtungen sind dabei
Mit dabei sind die Johann-Heinrich-Voß-Realschule in Otterndorf, Matthias Kamphausen, Julia Weihe, Simone Haase, die Berufsbildenden Schulen Cadenberge sowie drei regionale Praxiseinrichtungen: das Huus Ihlienworth der Evangelischen Dienste Lilienthal gGmbH mit Knut Mangels und Johann Hauschild, die DRK-Tagespflege Cadenberge, Carola Hackbart, und das Alten- und das Pflegeheim Martin-Luther-Haus des Diakonischen Werks in Cuxhaven mit Björn Müller. Die Berufsbildenden Schulen Cadenberge wurden bei der Auftaktveranstaltung durch Jenny Tiedemann und Marcus Szemborski vertreten.
Im Mittelpunkt von "care4future" steht eine Berufsorientierung, die über einen klassischen Praktikumseinsatz hinausgeht. Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, unterschiedliche Tätigkeitsbereiche und Aufgaben in der Pflege kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und eigene Fähigkeiten und Interessen zu entdecken.
Theorie, Praxis und abschließende Reflexion
Das Konzept verbindet theoretische Vorbereitung, praktische Einblicke und anschließende Reflexion. Dabei geht es nicht nur darum, Informationen über einen Ausbildungsberuf zu vermitteln. Vielmehr sollen die Schülerinnen und Schüler selbst erleben können, was Pflege bedeutet, welche Kompetenzen gefragt sind und welche Entwicklungsmöglichkeiten das Berufsfeld bietet.
Eine besondere Rolle spielt dabei das Lernen mit und von Auszubildenden. Sie berichten aus ihrem eigenen Ausbildungsalltag, geben Einblicke in ihre Erfahrungen und stehen den Jugendlichen für Fragen zur Verfügung. Der Austausch auf Augenhöhe soll Hemmschwellen abbauen und ein realistisches Bild der Pflegeausbildung vermitteln. Ergänzt wird dies durch die Erfahrungen von Lehr- und Fachkräften aus den beteiligten Einrichtungen.
Gemeinsam Berufsorientierung in der Region gestalten
Die Zusammenarbeit der Netzwerkpartner knüpft an bestehende schulische Angebote und Kooperationen an. Für die Johann-Heinrich-Voß-Realschule in Otterndorf ist beispielsweise vorgesehen, das Angebot ab dem zweiten Schulhalbjahr im Jahrgang 10 in den Kurs "Gesundheit und Soziales" einzubinden.
Die beteiligten Schulen und Pflegeeinrichtungen entwickeln die Angebote gemeinsam und bringen dabei ihre jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen ein. So entstehen Einblicke, die sich am tatsächlichen Berufsalltag orientieren und den Jugendlichen eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld ermöglichen. Langfristig soll sich das Netzwerk zu einem eigenständig getragenen regionalen Berufsorientierungsangebot entwickeln.

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