Schäfer Falk Fuchs hält eines der verletzten Schafe. Das Tier hat einen Kehlbiss erlitten. Fotos: Rohde
Schäfer Falk Fuchs hält eines der verletzten Schafe. Das Tier hat einen Kehlbiss erlitten. Fotos: Rohde
Alles deutet auf den Wolf hin

Fünf Schafe auf einer Weide in Neuhaus/Oste gerissen

von Ulrich Rohde | 08.11.2023

Fünf tote Schafe und acht zum Teil schwer verletzte Tiere: Für den Neuhäuser Schäfer Falk Fuchs war der Anblick erst einmal schwer zu verdauen, als er am Mittwoch nach seinen Mutterschafen auf einer Weide am Neuhaus-Bülkauer Kanal sah.

Das Drama muss sich am Morgen abgespielt haben. Trittspuren auf einem benachbarten Stoppelfeld weisen unverkennbar auf einen oder mehrere Wölfe hin. Eine Bestätigung dafür gibt es noch nicht. Tatsache ist, dass fünf der 93 auf der Weide stehenden Mutterschafe gerissen worden sind. Zwei Tiere wurden angefressen, drei totgebissen. Ein Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer hat die Risse begutachtet und dokumentiert. Acht weitere Schafe wurden angegriffen und zum Teil schwer verletzt, trugen Kehlbisse oder auch Verwundungen an den Hinterläufen davon. Schäfer Fuchs, der insgesamt 250 Mutterschafe hält, musste die verletzten Tiere zum Tierarzt bringen, um zu beurteilen, welche der verletzten Schafe eingeschläfert werden mussten.

Als das ganze Unglück sichtbar wurde, entdeckte der Schäfer, dass drei seiner Schafe in Panik vor dem Wolf geflüchtet sein mussten und über einen Zaun mit Stacheldraht in den Kanal gesprungen waren. Mit letzter Kraft konnten die Tiere lebend aus dem Wasser gezogen werden. 

Für den Schäfer aus Neuhaus war es der erste Vorfall dieser Art - und hoffentlich der letzte. Nach Beobachtungen von Augenzeugen soll mindestens ein Wolf schon seit geraumer Zeit in der Gegend unterwegs sein. Nach Informationen unserer Zeitung soll es zudem am Sonntag zu einem Angriff auf ein Rind am Wingster Geestberg gekommen sein.

Eines der in Neuhaus gerissenen Schafe mit Fressspuren am Bauch.
Trittspuren wie dies in der Nähe der Weide weisen auf mindestens einen Wolf hin. Foto: red

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