Maus im Ausschnitt und verschwundener BH: Die kuriosesten Funde beim Deichbrand 2026
Eine Feldmaus im Ausschnitt, ein verschwundener BH und jede Menge Brillen: Eine Cuxhavenerin erlebt bei ihrem ersten Einsatz im Fundbüro des Deichbrand Festivals so manche kuriose Geschichte.
Melanie Mercica-Wechsel hält einen Karton mit Brillen in den Händen. "Erst hab' ich sie noch nach denen mit und ohne Sehstärke sortiert, aber die Mühe lohnt sich nicht", sagt sie. Die Cuxhavenerin arbeitete beim Deichbrand 2026 erstmals im Fundbüro. Das Festival kennt sie bereits seit der ersten Stunde, zuvor allerdings nur als Besucherin.
"Jetzt arbeite ich hier, weil meine Freunde mit über 50 nicht mehr campen wollen. Ich wollte das Festival aber trotzdem weiterhin besuchen." Was sie im Fundbüro erlebt hat, steht dem, was Gäste an Kuriositäten auf den Campingplätzen erleben, nicht wirklich nach.
Eine Maus landet im Deichbrand-Fundbüro
Melanie Mercica-Wechsel lacht und schüttelt den Kopf. "Man glaubt es kaum, aber eine Frau kam her und hatte eine Maus in ihrem Ausschnitt", sagt sie. Eine Computermaus? Ein Stofftier? "Nein, eine kleine Feldmaus, eingewickelt in Stoff", sagt Mercica-Wechsel. "Sie wollte, dass wir das Tier zu uns nehmen."

Damit hatte die Cuxhavenerin bei der Arbeit im Fundbüro nicht gerechnet. "Wir können ja schlecht eine Maus in einen Spind sperren", sagt Mercica-Wechsel. Sie habe die Frau daraufhin gebeten, das Tier am grünen Rand des Festivalgeländes in Nordholz wieder auszusetzen, um ihr einen Weg aus dem Festivalchaos zu zeigen.
Aber nicht nur die gefundene Maus brachte Melanie Mercica-Wechsel zum Lachen. Eine Frau kam auf der Suche nach ihrem BH im Fundbüro vorbei. "Der ist aber nicht bei uns gelandet, sie sucht ihn wahrscheinlich noch immer", sagt sie und grinst.
Personalausweise und Portemonnaies im Deichbrand-Fundbüro
Abgesehen von den eher unüblichen Verlusten und Funden wurden auf dem Deichbrand Festival 2026 auch die gängigen Fundsachen abgegeben. Etwa 150 Personalausweise und mehr als zwei Dutzend Portemonnaies befanden sich am Sonntagnachmittag im Fundbüro.

"Das Hauptproblem ist der Autoschlüssel, wenn die Leute wieder nach Hause wollen", sagt die Cuxhavenerin. Diese geben die Mitarbeiter nicht einfach so raus: "Es geht immer einer von uns mit bis zum Auto, damit wir sichergehen können, dass es sich tatsächlich um den Besitzer handelt." Bleibt zu hoffen, dass alle Fundsachen wieder den Weg zu ihren Besitzern und diese wiederum den Weg nach Hause gefunden haben.
Von Marie Petersen
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