Stundenlange Wartezeiten beim Deichbrand: Festival erklärt Probleme bei der Anreise
Die Staus rund um das Deichbrand-Festival haben bei vielen Besuchern für Frust gesorgt. Nun erklärt die Festival-Pressestelle, warum es auf den Zufahrtsstraßen zu teils stundenlangen Wartezeiten gekommen ist. Und wie ist die Lage am Donnerstag?
Nach stundenlangen Staus und zahlreichen Beschwerden von Festivalbesuchern zur Frühanreise am Mittwoch hat sich die Pressestelle des Deichbrand-Festivals zur Verkehrssituation rund um Wanhöden geäußert. Die Veranstalter sprechen von einer besonderen logistischen Herausforderung und kündigen an, die Abläufe auszuwerten.
Nach Angaben der Pressestelle reisen innerhalb von nur zwei Tagen rund 60.000 Besucherinnen und Besucher zum Festivalgelände im Kreis Cuxhaven an. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen während der Hauptanreisezeiten am Mittwoch und Donnerstag lasse sich deshalb trotz umfangreicher Vorbereitungen nicht vollständig vermeiden.
Anreisewelle begann früher als erwartet
Wie das Festival auf Nachfrage von CNV-Medien und der Nordsee-Zeitung mitteilt, seien bereits am Mittwoch wie erwartet rund die Hälfte aller Gäste angereist. Gleichzeitig hätten sich in diesem Jahr deutlich mehr Besucherinnen und Besucher als in den Vorjahren für eine besonders frühe Anreise entschieden. Dadurch habe sich das Verkehrsaufkommen stärker als erwartet auf die Mittagsstunden verlagert. Zeitweise kam es auf den Zufahrtsstraßen und der A27 zu langen Staus und mehrstündigen Wartezeiten.

Nach Angaben der Deichbrand-Pressestelle wurden alle Park- und Campingflächen planmäßig geöffnet. Der Verkehrsfluss hänge allerdings nicht allein von der Freigabe der Flächen ab. Auch die Einweisung vor Ort, die allgemeine Verkehrslage im Umfeld des Festivalgeländes sowie das individuelle Anreiseverhalten spielten dabei eine Rolle.
Auswertung nach dem Festival geplant
Erfahrungsgemäß erreichten Besucherinnen und Besucher, die außerhalb der größten Anreisewellen unterwegs seien, das Festivalgelände deutlich schneller, heißt es von den Veranstaltern. Dennoch hatten zahlreiche Festivalfans insbesondere in den sozialen Netzwerken ihren Unmut über die langen Wartezeiten und die Verkehrssituation geäußert.

Die Festivalleitung betont, dass die Wartezeiten ernst genommen würden. Gemeinsam mit Behörden, Polizei und den beteiligten Dienstleistern werde die Anreise nach jeder Festivalausgabe analysiert, um Verkehrsführung und Abläufe kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Zugleich weist die Pressestelle darauf hin, dass die Anreise von zehntausenden Menschen innerhalb kurzer Zeit auf das ländlich gelegene Festivalgelände eine "logistische Ausnahmesituation" darstelle. Wartezeiten während der Spitzenzeiten ließen sich daher nicht vollständig vermeiden.
Polizei schätzt die Lage am Donnerstag ruhiger ein
Nach Angaben der Einsatzkräfte befanden sich am Abend bereits rund 30.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Festivalgelände. Am Donnerstagmorgen schien die Anreise bislang deutlich ruhiger zu verlaufen als noch am Vortag. Wie die Polizei mitteilt, sei die Verkehrssituation rund um das Festivalgelände und auf den Zufahrtsstraßen ruhig. Zwar kommt es vereinzelt weiterhin zu Staus, ein Andrang wie am Mittwoch zeichnet sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte bislang jedoch nicht ab.
Von Tamina Francke und Feenke Hornbostel
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