Dosenravioli gehören für viele Festivalfans zur Standardverpflegung. Doch auch mit zahlreichen anderen Lebensmitteln lässt sich das Wochenende auf dem Zeltplatz gut überstehen. Foto: dpa/Dittrich
Dosenravioli gehören für viele Festivalfans zur Standardverpflegung. Doch auch mit zahlreichen anderen Lebensmitteln lässt sich das Wochenende auf dem Zeltplatz gut überstehen. Foto: dpa/Dittrich
Verpflegung

Deichbrand clever planen: Die besten Snacks und Vorräte fürs Festival-Wochenende

16.07.2026

Festival, Sonne, Campingplatz und jede Menge Verpackungsmüll. Mit der richtigen Planung lassen sich Lebensmittelverschwendung und unnötige Ausgaben vermeiden. Die Verbraucherzentrale Bremen verrät, welche Vorräte auch ohne Kühlschrank lange halten.

Beim Essen auf den Festivals landet oft unnötig viel Müll auf dem Gelände. Verpackungsabfälle und Lebensmittelreste entstehen schnell, wenn die Verpflegung nicht gut geplant ist. Wer haltbare Lebensmittel gezielt auswählt und den Einkauf realistisch plant, spart Geld, reduziert Abfall und ist während des Festivals bestens versorgt. Die Verbraucherzentrale Bremen gibt Tipps, welche Lebensmittel sich auch bei fehlender Kühlung und hohen Temperaturen eignen.

Konserven wie Kichererbsen, Bohnen, Mais oder Tomaten sind vielseitig verwendbar und überstehen auch Temperaturschwankungen problemlos.

Überwiegend auf haltbare Produkte setzen

Weniger gesund, aber ebenso praktisch: Konserven mit fertigen Gerichten wie Ravioli oder Suppen. Genauso gut eignen sich Trockenprodukte wie Couscous, Nudeln oder Haferflocken: Sie sind leicht zu transportieren, lange haltbar und schnell zubereitet.

Bleiben am Ende des Festivals ungeöffnete Konserven übrig, können sie - sofern entsprechende Angebote vorhanden sind - als Spende abgegeben werden.

Festivalstimmung pur: Ein Meer aus Zelten und Pavillons zeigt das bunte Treiben auf dem Festivalgelände. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

"Energiereiche Snacks wie Nussmus, Trockenobst, Nussmischungen oder Müsliriegel können eine gute Ergänzung zu den zahlreichen Food-Ständen sein", sagt Sonja Pannenbecker, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

Einfach kochen auf dem Campingplatz

Für längere Festivalaufenthalte eignen sich außerdem robuste Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Bananen oder Karotten für die ersten Tage. Auch Hartkäse sowie haltbare Wurstsorten wie Salami oder Chorizo bleiben ohne Kühlung vergleichsweise lange genießbar.

Mit einem kleinen Gaskocher lassen sich unkompliziert viele Gerichte zubereiten. Dabei gilt: Den Gaskocher ausschließlich im Freien verwenden und auf eine stabile und feuerfeste Unterlage achten. Konserven nie direkt erhitzen, sondern den Inhalt in einen Topf umfüllen.

Viele Festivals, wie das Deichbrand, verfügen inzwischen über Supermärkte oder Einkaufsmöglichkeiten auf dem Gelände. Dadurch müssen nicht alle Lebensmittel von Anfang an mitgebracht werden. Eine realistische Einschätzung, wie oft selbst gekocht und wie häufig an den Essensständen gegessen wird, hilft dabei, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

Aber auch ohne Gaskocher lässt sich auf Festivals eine leckere Mahlzeit zubereiten. Couscous etwa quillt bereits in kaltem Wasser und ist nach kurzer Zeit verzehrfertig. Mit Gemüse und einem Dressing aus Essig und Öl lässt sich schnell ein gesunder und leckerer Salat zaubern, der lange satt macht.

Auch wer keine Snacks von zu Hause mitbringt, verhungert auf dem Festival nicht. An zahlreichen Food-Ständen und im eigenen SuperStore können auf dem Deichbrand Lebensmittel gekauft werden. Foto: Lars Fricke/Deichbrand

Festivalprofis geben Tipps: Diese Snacks müssen mit

Neben den Experten der Verbraucherzentrale wissen auch die Festival-erprobten Reporter der Nordsee-Zeitung, der Zevener Zeitung und der Kreiszeitung Wesermarsch, welche Snacks unbedingt mitmüssen.

Feenke Hornbostel von der Nordsee-Zeitung setzt auf Müsliriegel, Bananen und Ingwer- oder Vitaminshots als Energielieferant.

Katharina Hopp von der Nordsee-Zeitung nimmt Milchbrötchen zum Snacken und Traubenzucker gegen kurzfristige Unterzuckerung mit.

Saskia Harscher von der Zevener Zeitung empfiehlt für zwischendurch Schokoriegel wie Snickers sowie Chips. "Die gehen immer", sagt sie.

Isabell Wenzel von der Zevener Zeitung ersetzt die Schokoriegel durch Proteinriegel, weil sie länger sättigen. Bei hohen Temperaturen sollten diese aber gekühlt oder zumindest lichtgeschützt gelagert werden.

Auch Ann-Kathrin Kröger von der Kreiszeitung Wesermarsch packt Protein- oder Müsliriegel ein. Außerdem Cornflakes mit haltbarer Milch oder Hafermilch. "Die kann man aber auch super ohne Milch snacken", sagt sie.

Von Mareike Blumenthal

Feenke Hornbostel (li.) und Ann-Kathrin Kröger sind Festivalprofis - beruflich und privat. Foto: Wolken-Möhlmann

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