Bei Feuer in Oberndorf: Autofahrer bringt Einsatzkräfte mit Ignoranz in Gefahr
Ein aufmerksamer Nachbar und die Feuerwehr-Einsatzkräfte haben bei einem Feuer in Oberndorf Schlimmeres verhindert. Derweil gibt es Ärger über einen Autofahrer, der die Retter in Gefahr brachte.
Eine gefährliche Situation hat sich am Wochenende in Oberndorf ergeben: Neben einem Gebäude entwickelte sich ein Vollbrand.
Am Sonntagnachmittag gegen 16.50 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Hauptstraße alarmiert. Zuvor hatte ein Anwohner eine Rauchentwicklung auf dem Nachbargrundstück entdeckt. Auch Brandgeruch hatte er wahrgenommen.
Haufen mit Bauholz brennt
Die Feuerwehren Oberndorf, Wingst (Gruppe Dobrock und Westerham), die Polizei Hemmoor und ein DRK-Rettungswagen der Bereitschaft Hemmoor rückten umgehend aus. Einsatzleiter Thomas Schmidtke stellte fest, dass ein Haufen mit Bauholz unmittelbar neben einem Gebäude brannte. Das Feuer hatte bereits die Rückwand eines Geräteschuppens und einen Haufen Feuerholz in Brand gesetzt.
Umgehend begann die Feuerwehr Oberndorf mit einem Schnellangriff unter schwerem Atemschutz mit den Löscharbeiten. Weitere Einsatzkräfte richteten eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Oberndorf für 75 Minuten ein und legten weitere Schlauchleitungen zum Brandobjekt, um die Brandstelle unter Kontrolle zu bekommen.
Autofahrer zeigt kein Verständnis
Ein Autofahrer hatte für die Maßnahmen der Feuerwehren kein Verständnis und gefährdete durch seine Ignoranz alle Einsatzkräfte. Nach etwa einer halben Stunde meldeten die Einsatzkräfte "Feuer aus" und begannen mit den Aufräum- sowie Nachlöscharbeiten.
Nachdem die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera kontrolliert worden war und auch die letzten Glutnester abgelöscht worden waren, wurde die Einsatzstelle für die Ermittlungen an die Polizei übergeben. Die Brandursache ist bislang noch unklar. Verletzte gab es nicht. Über die Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. (jl)