Die sanierte St.-Georg-Kirche in Oberndorf wird wiedereröffnet
Am Sonntag, 31. Mai, wird die St.-Georg-Kirche in Oberndorf nach umfassender Sanierung wieder als Gotteshaus zur Verfügung stehen. Die Arbeiten im Innenraum sind beendet. Doch noch bleibt einiges zu tun.
Peter Wulff ist vorgefahren. Der Spezialist für Kirchturmtechnik aus Herford will vor dem großen Eröffnungsgottesdienst noch Geläut und Uhr in Ordnung bringen. Kirchenvorständin Anja Asendorf atmet auf: "Gut, dass Sie da sind." Gemeinsam eilen sie ins Innere des noch dunklen Gotteshauses. Doch den beiden geht schnell ein Licht auf. Küsterin Yvonne Sieb kippt den Schalter - und überall wird's hell: über dem Altar, über den Kirchenbänken, auch das Christuskreuz an der Wand bekommt einen frischen Spot.
"Wir haben endlich wieder Licht", sagt Asendorf und erinnert sich daran, wie sie vor einiger Zeit einer älteren Dame im Gottesdienst mit dem Handylicht den Liederzettel erleuchten musste. Solche dunklen Kapitel gehören nun der Vergangenheit an. Apropos Licht: Die beiden neuen Außenleuchten hat Nils Rettmer von der Firma Uthenwoldt gesponsert - der Beleuchtungsetat war aufgebraucht.
Kirchturmtechniker Wulff hat bereits losgelegt. In Arbeitskleidung und mit reichlich Werkzeug am Gürtel beugt er sich über die vergilbte Steuereinheit; der Kippschalter wackelt, feiner Staub liegt in den Kontakten. "Austausch muss sein", sagt er knapp und löst die ersten Schrauben. Anja Asendorf zeigt kurz den Daumen hoch. Bald wieder lächeln wird auch Küsterin Yvonne Sieb. Doch zuerst muss die Kirche gründlich geputzt werden. Die Zeit rennt. Das ist jetzt Endspurt. Das ist jetzt Stress.
Buntes Programm vor und nach dem Gottesdienst
Das Fest zur Wiedereröffnung der sanierten Kirche in Oberndorf beginnt am Sonntag, 31. Mai, schon am frühen Nachmittag. Ab 14.30 Uhr öffnet auf dem Kirchplatz das Zelt; vom Blech gibt es Kaffee und Kuchen, und das Karussell dreht seine Runden - für alle Kinder kostenfrei. Von 16 bis 17 Uhr feiert die Gemeinde den Gottesdienst. Regionalbischöfin Sabine Preuschoff wird predigen, die Liturgie werden Superintendentin Kerstin Tiemann und Pastor Tileman Wiarda leiten. Danach geht es draußen munter weiter: Das Karussell läuft noch einmal an, aus dem Dorfbackofen kommt Pizza, und es bleibt Zeit fürs Erzählen, Singen, Lachen - für all das und vieles mehr, was ein Haus Gottes erst zur Heimat macht.
Von Andreas Schoener/Kirchenkreis Cuxhaven-Land Hadeln

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