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Bagger und Baugruben auf der K16 in Osterbruch: Die Straßensanierung, die bis 2027 andauern wird, stellt Anwohner und Geschäftsleute weiterhin vor Herausforderungen. Foto: Mangels
Bagger und Baugruben auf der K16 in Osterbruch: Die Straßensanierung, die bis 2027 andauern wird, stellt Anwohner und Geschäftsleute weiterhin vor Herausforderungen. Foto: Mangels
Bauarbeiten

K16-Sanierung in Osterbruch dauert länger: Das sagt der Landkreis Cuxhaven

von Christian Mangels | 20.10.2026

Der Landkreis Cuxhaven bestätigt eine längere Bauzeit an der K16 in Osterbruch: Mindestens bis Frühjahr 2027 sollen die Arbeiten weitergehen. Für Anwohner und Geschäftsleute ist die Sperrung belastend. Immerhin gibt es eine Zusage für den Winter.

Die Sanierung der Kreisstraße 16 in Osterbruch wird die Einwohner und Geschäftsleute länger beschäftigen als ursprünglich angekündigt. Nachdem cnv-medien über die erheblichen Belastungen durch die Vollsperrung berichtet hatte, liegt jetzt eine Stellungnahme des Landkreises Cuxhaven vor. Darin bestätigt die Kreisverwaltung, dass die Arbeiten mindestens bis zum Frühjahr 2027 andauern werden. Von einer grundsätzlichen Verzögerung des Bauprojekts will sie allerdings nicht sprechen.

"Die Bauarbeiten schreiten unter Einsatz von entsprechendem und erforderlichem Personal durch die Baufirma F. Winkler GmbH & Co. KG planmäßig voran", teilt die Pressestelle des Landkreises auf Anfrage unserer Redaktion mit. Derzeit befinde sich die Maßnahme im ersten von insgesamt drei Bauabschnitten. Im Mittelpunkt stünden momentan die Erneuerung der Regenwasserkanalisation und die Herstellung der Entwässerungseinrichtungen.

Diese Arbeiten sollen nach Angaben des Landkreises in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Anschließend könne mit dem Aufbau der Frostschutz- und Schottertragschichten begonnen werden. Die abschließenden Asphaltarbeiten einschließlich der Rinnen und Bordsteine sollen im ersten Bauabschnitt möglichst bis Weihnachten erledigt sein. Voraussetzung dafür sei allerdings geeignetes Wetter.

Winterwetter entscheidet über weiteren Verlauf

Für die beiden übrigen Bauabschnitte gibt es dagegen noch keinen verbindlichen Zeitplan. "Ob und wann die Arbeiten nach dem Jahreswechsel wieder aufgenommen werden können, lässt sich noch nicht vorhersagen", erklärt die Pressestelle. Bei winterlichen Temperaturen könnten bestimmte Arbeiten nicht ausgeführt werden. Fest steht nach Darstellung des Landkreises: "Unabhängig davon ist davon auszugehen, dass die Bauarbeiten in den weiteren Bauabschnitten mindestens bis zum Frühjahr 2027 andauern werden."

Damit bestätigt die Kreisverwaltung grundsätzlich die am Montag berichtete längere Bauzeit. Ob die ursprünglich bis zum 23. Dezember 2026 vorgesehene Sanierung tatsächlich im März 2027 abgeschlossen sein wird, bleibt allerdings offen.

Auf die Frage nach möglichen Verzögerungen verweist der Landkreis insbesondere auf vorhandene Versorgungsleitungen. Deren Sicherung und notwendige Abstimmungen mit den zuständigen Versorgungsträgern könnten einzelne Arbeitsschritte beeinflussen. "Dieser Umstand führt momentan nicht zu grundsätzlichen Verzögerungen des Projektes", betont die Pressestelle.

Dass die Sperrung für die Menschen im Ort eine erhebliche Belastung darstellt, ist auch der Kreisverwaltung bewusst. Besonders betroffen ist der Osterbrucher Dorfladen, dessen Geschäftsführer Thorsten Steffens gegenüber unserer Zeitung von einem Geschäftsrückgang um rund 70 Prozent berichtet hatte. Auch die Bäckerei Buck im benachbarten Bülkau spürt die Folgen des ausbleibenden Durchgangsverkehrs. "Gerade die eingeschränkte Erreichbarkeit von Grundstücken und Betrieben stellt für die Betroffenen eine nachvollziehbare Belastung dar", heißt es dazu aus dem Kreishaus.

Gleichzeitig erinnert der Landkreis daran, dass sich Anwohner in den vergangenen Jahren immer wieder über den schlechten Zustand der Ortsdurchfahrt beschwert hätten. Mit der grundlegenden Sanierung von Fahrbahn und Entwässerung werde diesen Forderungen nun Rechnung getragen. Den vorübergehenden Einschränkungen stehe eine langfristige Verbesserung der Infrastruktur gegenüber.

Keine offenen Baugruben über den Jahreswechsel

Immerhin gibt es für die Osterbrucher eine wichtige Zusage: Über den Jahreswechsel soll kein neuer Bauabschnitt begonnen werden, der offene Baugruben und zusätzliche Einschränkungen nach sich ziehen würde. Außerdem soll innerhalb des Baustellenbereichs auch im Winter die Erreichbarkeit der Grundstücke gewährleistet bleiben. Die entsprechenden Regelungen würden mit der Gemeinde abgestimmt. Dadurch sollen zumindest für die Anlieger größere Umwege während der Wintermonate vermieden werden.

Nach Angaben der Pressestelle werden die Vorgehensweisen zudem mit der Gemeinde, der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und den Anliegern abgestimmt.

Der Landkreis bittet die Betroffenen weiterhin um Verständnis. Eine derart umfangreiche Erneuerung der Ortsdurchfahrt sei ohne zeitweilige Einschränkungen nicht möglich.

Für die Osterbrucher bedeutet das: Bis Weihnachten könnte zumindest der erste Bauabschnitt fertiggestellt sein. Wann die gesamte K16 wieder uneingeschränkt befahrbar sein wird, hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie sich das Wetter im Winter und zu Beginn des kommenden Jahres entwickelt. 

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Christian Mangels

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