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Kinderrechte im Fokus: Vor dem Rathaus der Medemstadt versammelten sich die Kinder, um mit bunten Fahnen und fröhlichen Liedern auf den Weltkindertag aufmerksam zu machen. Foto: Larschow
Kinderrechte im Fokus: Vor dem Rathaus der Medemstadt versammelten sich die Kinder, um mit bunten Fahnen und fröhlichen Liedern auf den Weltkindertag aufmerksam zu machen. Foto: Larschow
Internationaler Kindertag

Bunte Fahnen für die Rechte der Kinder: Otterndorf verbindet Tradition und Sport

von Tim Larschow | 18.09.2026

Beim Sparkassen-Küstenmarathon steht nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern auch der Weltkindertag. Schon eine Woche vor dem großen Ereignis wird in Otterndorf eine Tradition gepflegt, die älter ist als der Marathon selbst.

Die bunten Fahnen vor dem Rathaus erinnern dabei daran, dass es bei der Veranstaltung um mehr geht als um Zeiten, Platzierungen und sportliche Leistungen.

Seit Jahrzehnten nutzen Kindergärten und Tagesstätten die Woche vor dem Weltkindertag, um auf die Rechte der Kleinsten aufmerksam zu machen. Bereits 1996 setzte der Deutsche Kinderschutzbund im Landkreis Cuxhaven mit dem Motto "Kinder zeigen Gesicht" ein Zeichen. Damals gestalteten Hunderte Kinder im gesamten Kreisgebiet bunte Fahnen aus Bettlaken und hissten sie vor Rathäusern. Damit machten sie auf Themen wie Kinderarmut aufmerksam und gaben den Kindern selbst eine sichtbare Stimme.

Kinder gestalten ihre eigenen Fahnen

Aus dieser Idee ist eine Tradition entstanden, die bis heute lebendig ist. Jedes Jahr am Dienstag vor dem Küstenmarathon werden die bunten Fahnen gehisst. In diesem Jahr beteiligten sich die Kindertagesstätten St. Severi, die AWO-Kita Am Medembogen, die DRK-Kita Otterndorf und die Grundschule Otterndorf. Gemeinsam mit Kinderliedermacher Florian Müller wurden Lieder über Kinderrechte gesungen. Für ihn ist es eine Herzensangelegenheit, Jungen und Mädchen zu vermitteln, was Kinderrechte sind. Mit Musik und gemeinsamen Aktionen soll das Thema für die Kinder greifbar werden.

Alle packen gemeinsam an: Jedes Jahr werden die selbstgemalten Flaggen zum Weltkindertag vor dem Otterndorfer Rathaus gehisst. Foto: Larschow

Die Grundschule Otterndorf beteiligte sich im vergangenen Jahr erstmals an der Aktion. Damals trafen sich die 25 Kinder der Klasse 4c mit ihrem Lehrer Fabian Gogolin im Werkraum. Auf dem Stundenplan standen an diesem Tag nicht Rechnen oder Deutsch, sondern die zehn wichtigsten Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention.

"Als Motto für unsere Fahne haben wir die Bildung gewählt", erklärte ein Schüler. Gemeinsam überlegten die Kinder, wie sie ihr Banner gestalten könnten. "Wir wollen Dinge darauf malen, die man für die Schule braucht", sagte eine Schülerin. Den kreativen Entwurf für die Fahne übernahmen Mirja und Maya, die in ihrer Klasse die künstlerische Leitung hatten.

So entstanden rund um das in bunten Buchstaben geschriebene Kinderrecht "Bildung" zahlreiche Zeichnungen. Das Recht auf Bildung gehört zu den grundlegenden Kinderrechten. Die Kinder wollten mit ihrer Fahne zeigen, was Schule für sie bedeutet und warum Bildung wichtig ist. Die Aktion zeigt auch, wie Kinder selbst zu Botschaftern für ihre Rechte werden können. Statt nur über Kinderrechte zu sprechen, machen sie ihre Vorstellungen sichtbar. Wenn am 20. September die Läufer an den Start gehen, werden die Fahnen über Otterndorf wehen - als Zeichen für die Rechte der Kinder und für eine Gemeinschaft, die Tradition und Sport verbindet. 

Kinder und Erwachsene hissen gemeinsam bunte Fahnen vor dem Rathaus, um auf Kinderrechte aufmerksam zu machen. Foto: Larschow

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Tim Larschow

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