Ein Pferd steckt in einem schlammgefüllten Graben an der Stader Straße fest und wird von Einsatzkräften und Helfern für die Rettung vorbereitet. Foto: Feuerwehr
Ein Pferd steckt in einem schlammgefüllten Graben an der Stader Straße fest und wird von Einsatzkräften und Helfern für die Rettung vorbereitet. Foto: Feuerwehr
Großtierrettung

Die Feuerwehr Otterndorf rettet ein Pferd aus einem tiefen Schlammgraben

09.08.2026

In Otterndorf ist aus einer gemeldeten Kleintierrettung ein sechsstündiger Großeinsatz für die Feuerwehr geworden: Ein Pferd steckte in einem rund zwei Meter tiefen, schlammgefüllten Graben fest.

Einsatzkräfte der Feuerwehr sichern ein Pferd, das an der Stader Straße in Otterndorf in einen schlammigen Graben geraten war. Die Rettung dauerte rund sechs Stunden. Foto: Feuerwehr
Nach der Rettung aus einem schlammgefüllten Graben an der Stader Straße in Otterndorf wird das stark verschmutzte Pferd von Einsatzkräften versorgt. Foto: Feuerwehr
Einsatzkräfte der Feuerwehr Otterndorf und der Berufsfeuerwehr Cuxhaven retten an der Stader Straße ein Pferd mit einem Kran aus einem schlammigen Graben. Foto: Feuerwehr

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Otterndorf sind am Sonnabend (8. August) gegen 14.15 Uhr zu einer "Kleintierrettung" in die Stader Straße alarmiert worden. Auf der Anfahrt rechneten die Feuerwehrleute zunächst mit einem Schwan oder einer Katze in Not. Noch während der Anfahrt meldete die Leitstelle dem Einsatzleiter jedoch per Funk, dass ein Pferd in einen Graben gerutscht sei.

Vor Ort zeigte sich schnell, dass es ein langwieriger und aufwendiger Einsatz werden würde. Ein ausgewachsenes Pferd war in einen etwa zwei Meter tiefen Graben geraten, der mit hüfthohem Schlamm gefüllt war. Aus eigener Kraft konnte sich das Tier nicht mehr befreien. Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin das Einsatzstichwort auf H04, "Tierrettung groß".

Zunächst versuchten die Einsatzkräfte gemeinsam mit den anwesenden Tierhaltern, das Pferd mithilfe eines Radladers vorsichtig zu befreien. Nach Rücksprache mit einem Tierarzt wurden verschiedene Möglichkeiten für eine schonende Rettung geprüft und umgesetzt. Dabei kamen auch Rettungsschlingen zum Einsatz. Die Pferdedame befreite sich jedoch immer wieder aus den Schlingen, sobald sie angehoben werden sollte, und rutschte zurück in den schlammgefüllten Graben.

Ein kräftezehrender Einsatz

Schließlich wurde die Berufsfeuerwehr Cuxhaven mit einem Kran hinzugezogen. Mit vereinten Kräften und viel Kreativität gelang es, das Pferd langsam und vorsichtig aus seiner misslichen Lage zu retten. Obwohl der kräftezehrende Einsatz dem Tier und den Helfern viel abverlangt hatte, stand das Pferd anschließend selbstständig auf und lief wieder über die Wiese, als sei nichts geschehen. Verletzungen wurden nicht festgestellt. Lediglich das Fell war stark verschmutzt, sodass sich das Pferd einer gründlichen Wäsche unterziehen musste.

Nach insgesamt sechs Stunden konnten alle Beteiligten den Einsatz beenden. Den Einsatzkräften und Helfern vor Ort wurde für die gute Zusammenarbeit und ihr Durchhaltevermögen bei dieser nicht alltäglichen Tierrettung gedankt. Gegen 20.30 Uhr verließen die Feuerwehren Otterndorf und Cuxhaven sowie Gemeindebrandmeister Matthias Papke die Einsatzstelle. 

Von Jürgen Lange

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