Elbekirchentag in Otterndorf: Viel geboten - aber Wetter macht sich bemerkbar
Politik, Musik, Kultur und Kirche: Der Elbekirchentag in Otterndorf (Samtgemeinde Land Hadeln) bot trotz Hitze ein vielfältiges Programm mit Podiumsgesprächen, Tanz, Gesang und Workshops. Das Wetter machte sich jedoch bemerkbar.
Ein buntes Programm zwischen Politik, Spiritualität, sozialem Engagement und Musik wurde am Sonnabend (20. Juni 2026) in Otterndorf geboten. Am Wochenende fand dort der Elbekirchentag statt.

Unter dem Motto "Mee(h)r Blau-Töne" konnten Besucher sich an einem vielfältigen Programm erfreuen. Die Seebühne wurde zur Politikbühne: Es gab Podiumsgespräche zu verschiedenen Themen im Bereich Klima. Bei "Brot für die Welt - Was wird aus einem Leben zwischen Dürre und Flut?" sprach Yi Yi Prue aus Bangladesch über die Situation in ihrem Heimatland. "Aktuell sind die Temperaturen nicht unter 38 Grad", gab sie zu bedenken. Zudem könnten die Farmer wegen der Dürre ihre Felder nicht bewirtschaften, was zu Ausfällen in der Ernte führe, schilderte die indigene Klimaaktivistin. "Wir sitzen heute in der prallen Sonne in Norddeutschland bei schwülen Temperaturen", merkte Eva Viehoff an. Das zeige, dass der Klimawandel auch hier angekommen sei, so das Landtagsmitglied vom Bündnis 90/Die Grünen.

Musikalische und tänzerische Performances
Zwischen den Gesprächen gab es Auftritte verschiedener Gruppen. Darunter befanden sich auch die "Zumba Kita Kids" der Kita Gnadenkirchen. Trotz der hohen Temperaturen tanzten die Kinder voller Elan zu Songs wie "Golden" oder "APT". Am See sowie in der Innenstadt gab es Bastelangebote, Hüpfburgen und Kinderschminken. An verschiedenen Ständen wurde zudem für das leibliche Wohl gesorgt: Süßes wie Herzhaftes konnte verzehrt werden.

Wer es lieber etwas ruhiger haben wollte, der fand in den Seelandhallen einen Ort für Meditation und verschiedene Workshops. Ebenfalls ein Ort des Rückzugs konnte das Gemeindehaus der St. Severi Kirche sein. Dort gab es eine Fotoausstellung zur 30-jährigen Partnerschaft mit der Gemeinde aus Sloka (Lettland). Der lettische Pastor Aivars Gusefs war mit drei Chormitgliedern angereist. Er selbst ist bereits seit 15 Jahren Teil der Partnerschaft. "Es ist eine schöne Möglichkeit, deutsche und lettische Traditionen kennenzulernen." Das Besondere seien die persönlichen Kontakte, sagte der Pastor.

"Es könnte etwas mehr los sein, das liegt sicherlich am Wetter", befand Detlef Kipf. "Aber wir sind guter Dinge." Der Döser Pastor saß an einem Stand, um besondere Fischdosen als Kunst für den Kirchentag zu verkaufen. "Luther bei die Fische" stand auf den Dosen. Verziert waren sie mit einem Foto vom Deich in der Grimmershörnbucht und der St. Petri Kirche Cuxhaven. Auf dem Marktplatz leitete Kreiskantor Christian Müller eine Sing-Aktion zum Mitmachen, für die sich einige Leute begeistern konnten. Eins zog sich den ganzen Tag über durch: die Schattenplätze rund um die Veranstaltungen waren begehrt.


Modenschau vom Diakonie-Shop
Zweimal fand am Sonnabend die "Modenschau in Blau" des Diakonie-Shops Cuxhaven statt. Die Models jeden Alters wurden von Gabriela Baumgarte anmoderiert. "Meine Teamkollegen haben sich freiwillig zur Verfügung gestellt", erzählte die Projektleiterin des Bücher- und Kleidershops fröhlich. Sie konnte sich auf ihr Team verlassen. "Es fällt und steht mit den Ehrenamtlichen", betonte Baumgarte im Anschluss.

Trotz des eher überschaubaren Andrangs an Gästen war Michaela Wachsmuth zufrieden. "Wir hatten einen schönen Tag mit unserem Team", betonte die Geschäftsführerin der Diakonie-Cuxland. Die Diakonie habe sich mit ihrem gesamten Spektrum gezeigt und versucht, Otterndorf etwas bunter zu machen. "Die, die da waren, waren ganz bezaubert und interessiert", bilanzierte sie. "Und die, die mitgemacht haben, hatten auch ihren Spaß."











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