Kommunalwahl in Otterndorf: Diese Kandidaten wollen in den Stadtrat
Die Wahl zum Otterndorfer Stadtrat am 13. September verspricht Bewegung: Mehrere langjährige Amtsinhaber hören auf, auf den Listen gibt es viele neue Namen. Auch Linke sowie AfD wollen erstmals ein Mandat erringen und im Rathaus künftig mitreden.
Die SPD verfügt aktuell über acht Sitze im Stadtrat. Von den bisherigen Ratsmitgliedern streben jedoch nur vier eine erneute Kandidatur an. Spitzenkandidat der zwölf Personen umfassenden Liste ist Bürgermeister Claus Johannßen. Der Gärtnermeister führt seine Heimatstadt seit November 2021 - und war bereits zwischen 2011 und 2016 Bürgermeister.
Ebenfalls erneut kandidieren werden der SPD-Fraktionsvorsitzende Malte Hinck (Listenplatz 3), der frühere Bundestagsabgeordnete Daniel Schneider (Listenplatz 5) sowie Ratsfrau Birgit Johannßen (Listenplatz 6). Die langjährigen Ratsmitglieder Ursula Holthausen, stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Kulturausschusses, Karlheinz Steinacker, Frank-Uwe Strüning und Oliver Plump hören auf. Nachrücken wollen Mareike von Thaden (Listenplatz 2), Vorsitzende des SPD-Distriktes Otterndorf, Mareike Welzel, David Schütze, Nico Berndt, Norbert von Rönn, Marco Altenhoff, Jannik Schröder und Reiner Klüh.
Die CDU, die im Stadtparlament ebenfalls mit acht Sitzen vertreten ist, geht mit 13 Männern und vier Frauen in die Stadtratswahl. Angeführt wird die Liste von Thomas Bullwinkel. Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Sprecher der CDU/FDP-Gruppe war von 2016 bis 2021 Bürgermeister von Otterndorf und strebt nun eine Rückkehr an die politische Spitze an.
Bianca Schedler (Listenplatz 2), Torsten Schmitz (Listenplatz 6), Martin Ramm (Listenplatz 7) und Ralf Gütlein, der etwas überraschend nur auf Platz 16 der Liste steht, wollen ihre Arbeit im Rat fortsetzen. Jochen von Stemmen, der 15 Jahre kommunalpolitisch aktiv war, und Normen Herting, seit 2016 Mitglied des Stadtrats, ziehen sich zurück.
Einige illustre Namen auf der CDU-Liste
In der Reihe der CDU-Neubewerber gibt es einige illustre Namen: Unter anderem möchten Landwirtin Hjördis Plate, Welf Quassowsky, Leiter des Netzwerks Moor Elbe-Weser, Wakegarden-Betreiber Ron Reimers und Bernhard Meyer, ehemaliger Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe-Nordsee, erstmals in den Stadtrat einziehen. Der Samtgemeindebürgermeister-Kandidat Michael Merz steht auf Platz 17. Weitere Kandidaten: Annika Gätcke-Birner, Tobi Lührs, Dr. Carl Esselborn, Christin Esselborn, Stefan Ricken, Torsten Kemme und Peter Auferkorte.
Die zweiköpfige FDP-Fraktion im Otterndorfer Stadtrat besteht aus Carsten Nickel und Christiane Steffens, die auch beide wieder antreten. Weitere Kandidaten auf der FDP-Liste sind Rainer Berger, der als Neubürger die Sicht der Hinzugezogenen einbringen möchte, und Heidemarie Freiberg.
Auch die beiden Mitglieder der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Peter Martin Stelzenmüller und Niclas Röse, möchten ihre kommunalpolitische Arbeit im Stadtrat fortsetzen. Auf der Liste der Grünen stehen außerdem die Namen Petra Langenau, Isabelle Mühlhausen, Anna Johnen und Susann Rennebeck. Dass Rennebeck dort auftaucht, ist eine kleine Überraschung: 2024 hatte sich die Buchhändlerin von den Grünen verabschiedet und war zu ihren Wurzeln als parteilose unabhängige "Bürgerin" zurückgekehrt. Bei der Kommunalwahl in diesem Jahr tritt sie nun auf der Grünen-Liste an - allerdings als Parteilose.
Die Linke, bisher nicht im Stadtrat vertreten, schickt den Diplom-Designer Tobias Linne, bekannt aus der Otterndorfer Kulturszene, ins Rennen. Auch die AfD geht mit einer Kandidatin an den Start: der Otterndorferin Verona Blank.
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