Krankenhaus in Otterndorf: Gewerkschaft fordert Transparenz vom Landkreis Cuxhaven
Die geplante Umstrukturierung des Krankenhauses Land Hadeln sorgt für Unruhe. Verdi fordert Transparenz und Einbindung der Beschäftigten, um Arbeitsplätze und Bedingungen zu sichern.
Die Nachrichten von der geplanten Umstrukturierung am Krankenhaus Land Hadeln - aufgegriffen von CNV-Medien - sind beunruhigend für die Bevölkerung und die Beschäftigten, so die Bezirksspitze der Gewerkschaft Verdi (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft. Insbesondere die angekündigten Personalveränderungen bereiteten den Kolleginnen und Kollegen Sorgen.
"Es muss jetzt vollständige Transparenz über die geplanten Maßnahmen geben. Betriebsrat und Beschäftigte sind zwingend in die Planungen des Umstrukturierungsprozess mit einzubeziehen", sagt die zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin Katharina Schmidt. "Wir erwarten ein klares Bekenntnis vom Landkreis Cuxhaven gegen Beschäftigungsabbau, zum Erhalt der Arbeitsbedingungen auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes und den Verzicht auf Ausgliederungen." Schnellschüsse ohne fundierte Bedarfsanalyse dürfe es jetzt nicht geben, so Schmidt weiter.
Die Menschen im Cuxland haätten das Recht auf wohnortnahe und qualitative Gesundheitsversorgung.
Das vom Deutschen Bundestag rückwirkend zum 1. Juli 2026 beschlossene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz habe die finanzielle Situation der Krankenhäuser bundesweit erheblich verschärft. Vor den Folgen des "Krankenhaussterbegesetzes" habe Verdi gemeinsam mit zahlreichen Fachleuten im Gesundheitswesen frühzeitig und eindringlich gewarnt.
"Die Warnungen wurden von den politischen Verantwortlichen auf Bundesebene ignoriert. Die Folgen dieser Ignoranz erleben jetzt Beschäftigte, Patientinnen und Patienten und gesetzlich Versicherte unmittelbar", sagt die stellvertretende Verdi-Landesfachbereichsleiterin Ulrike Schilling. Die Beschäftigten und die Bevölkerung dürften nicht die Leidtragenden politischer Fehlentscheidungen werden. "Die Kolleginnen und Kollegen halten unter schwierigen Bedingungen die Gesundheitsversorgung in Otterndorf und der Region aufrecht. Sie verdienen Unterstützung und Perspektiven statt weiterer Belastungen", sagt Ulrike Schilling.
Verdi fordert darüber hinaus eine nachhaltige Reform der Kranken- und Gesundheitsfinanzierung. Dazu gehören unter anderem eine solidarische Bürgerversicherung, in die alle Bevölkerungsgruppen und Einkommensarten einbezogen werden. "Gesundheitsversorgung ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wer Krankenhäuser wirtschaftlich ausbluten lässt, gefährdet nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Versorgung der Menschen. Die Politik muss jetzt Verantwortung übernehmen und die notwendigen finanziellen Rahmenbedingungen schaffen", sagt Katharina Schmidt. (red)
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